Intro

von Madlen Haarbach

Veröffentlicht am 18.04.2018

vergangenen Samstag demonstrierten tausende Berliner*innen für bezahlbare Mieten und gegen den Mietenwahnsinn in der Hauptstadt (tagesspiegel.de). Darunter waren Mieterinnen wie Gisela Michalski, die seit 81 Jahren in ihrer Wohnung in Steglitz lebt – und nun akut von Entmietung bedroht ist. Über ähnliche Fälle berichten wir auch im Neukölln-Newsletter regelmäßig, geändert hat sich an der Situation bislang wenig. Im Gegenteil: Der Demonstrationszug am Samstag zeigte, dass das Thema immer mehr Berliner*innen beschäftigt. Über 240 Initiativen hatten zur Demo aufgerufen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Wohnungen, auch Künstler*innen und Gewerbetreibende haben es vor allem in den Innenstadtlagen schwer.

Auch Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann (Grüne) nahm – als Privatperson – an der Demo teil (Twitter). Und schreibt: „Die Demo zum #Mietenwahnsinn macht Mut, dass hier etwas Neues entsteht.“ Bleibt zu hoffen, dass das stimmt – hier ist ja nicht zuletzt die Politik gefragt, auch wenn man Biedermann nicht gerade Untätigkeit vorwerfen kann.

Vom Mietenwahnsinn schauen wir heute im Newsletter mal wieder auf einige andere Punkte, bei denen es in Neukölln noch so mangelt und hakt. Aber zunächst gebe ich ab nach Britz, wo Kollege Johannes Schneider dem Alltag mit Musik begegnet.

Madlen Haarbach ist freie Autorin beim Tagesspiegel. Sie freut sich über Kritik, Anregungen und Tipps bei Twitter oder per E-Mail.

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