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von Nina Dworschak

Veröffentlicht am 29.04.2020

Die Lockerungen einiger Corona-Beschränkungen sind im vollen Gange. Für alle, die den Überblick verloren hab, hier eine Übersicht:

Ab Donnerstag sollen die Berliner Spielplätze wieder geöffnet werden. Wie gewohnt, gehen die Bezirke dabei unterschiedliche Wege. Während beispielsweise in Pankow die Spielplätze schrittweise und in Tempelhof-Schöneberg erst am 4. Mai öffnen sollen, legt Neukölln vor. „Alle Spielplätze im Bezirk werden ab Donnerstag wieder frei gegeben“, erklärt Christian Berg, Sprecher des Bezirksbürgermeisters. Da die Geräte schon während der Schließung gewartet wurden, sei die Verkehrssicherheit sichergestellt. Jetzt müsse man nicht mehr warten. Morgen werden die Flatterbänder verschwinden, was bleibt sind Hinweisschilder mit Tipps in verschiedenen Sprachen. Berg sagt aber auch: „Wenn es möglich ist, sollte man die Spielplätze nicht nutzen.“

Auch vor Gotteshäusern soll bald das symbolische Flatterband entsorgt werden. Vorläufiger Termin: 4. Mai. Unter Auflagen werden damit Gottesdienste wieder möglich. „Wir freuen uns sehr, dass wir nun wieder in unseren Kirchen zusammenkommen können“, sagt Christian Nottmeier, Superintendent des evangelischen Kirchenkreis Neukölln. Wann genau die Kirchen wieder öffnen, entscheide der jeweilige Gemeindekirchenrat. Während viele Gemeinden noch über einen Termin beraten, habe sich die Gemeinde Rixdorf bereits festgelegt: Am Sonntag, dem 10. Mai, soll in der Magdalenenkirche der erste Gottesdienst n. C. stattfinden, also nach Corona. Die Johann-Christoph-Blumhardt-Kirche hingegen öffne laut Nottmeier erst an Himmelfahrt, den 21. Mai, ihre Türen. Für alle Gotteshäuser gilt: Kein Einlass über 50 Personen.

Zu Demonstrationen dürfen ab dem 4. Mai wieder bis zu 50 Personen zusammenkommen. Das Problem dabei: Der 4. Mai ist drei Tage nach dem Tag der Maidemonstrationen am 1. Mai. Von den 29 an diesem Tag angekündigten Veranstaltungen sind sechs in Neukölln geplant (Stand 27. April). Fünf Veranstalter hätten laut Polizei eine Ausnahmezulassung gestellt, ein Aufzug sei nach § 4 Abs. 1 SARS-CoV-2- Eindämmungsmaßnahmenverordnung verboten – Ausnahme unzulässig. Wer zu einer unangemeldeten Demonstration aufruft, „begeht im Hinblick auf die bestehende SARS-CoV-2-EindmaßnV im Zusammenhang mit dem Infektionsschutzgesetz, eine Straftat“, so Anja Dierschke, stellvertretende Pressesprecherin der Polizei Berlin. Teilnehmer*innen einer unzulässigen Versammlung „begehen unter den aktuellen Gegebenheiten einen Verstoß“ und müssen mit einem Ermittlungsverfahren rechnen.

Friseure und Museen dürfen ebenfalls wieder ihre Türen öffnen. Auch Bibliotheken können mit der Ausleihe beginnen. Der Bezirk geht auf Nummer sicher: Erst am 11. Mai beginnt die Kultur-Öffnungs-Orgie. Mit dabei: Das Museum Neukölln, die Helene-Nathan-Bibliothek, alle drei Stadtteilbibliotheken und die Galerien im Körnerpark, im Saalbau und im Gemeinschaftshaus.

Sportlicher ist der Bezirk bei den Sportanlagen. Ab kommenden Montag, den 4. Mai, werden die Anlagen am Maybachufer, das Stadion Britz Süd und das degewo-Stadion wieder geöffnet. Bezirksstadträtin Karin Korte freut sich: „Damit schaffen wir zusätzliche Möglichkeiten für alle Neuköllner*innen, sich an der frischen Luft zu bewegen und fit und gesund zu bleiben.“ Aber Achtung: Nur Einzelsport mit ausreichend Abstand ist erlaubt, Picknicks und Teamsportaktivitäten werden unterbunden. Mit einer Ausnahme: Tennis – allerdings nicht im Doppel.

Fest gezogen werden hingegen die Regelungen bezüglich Schutzmasken. Seit Montag heißt es in öffentlichen Nahverkehr: Maske auf. Nach Kritik war die Masken-Pflicht gestern erneut Thema im Abgeordnetenhaus. Das Ergebnis: Wie in anderen Bundesländern wird sie auf den Einzelhandel ausgeweitet. Das tritt ab, äh, heute in Kraft. tagesspiegel.de

Nina Dworschak ist derzeit Homeoffice-Praktikantin beim Tagesspiegel. Dort kümmert sie sich um schicke Leute-Newsletter und Daheim-Weggeh-Tipps im Checkpoint. Empfänglich für Kritik, Anregungen und Berlin-Tipps ist sie auf  Twitter oder per E-Mail.