Namen & Neues

Drastische Mieterhöhungen im Reuterkiez

Veröffentlicht am 06.12.2017 von Madlen Haarbach

Die Mieter*innen der 99 Sozialwohnungen am Maybachufer 40-42 sowie in der Manitiusstraße 17-19 müssen ab 1. Januar eine drastische Mieterhöhung von bis zu 330 Euro verkraften. Die Sozialbindung der Wohnungen läuft Ende diesen Jahres aus, die Erhöhung ist damit rechtlich möglich.

Stadtrat Biedermann hat mit Sozialamt und Jobcenter vereinbart, dass diese zunächst die neue Kaltmiete von 9,82 Euro pro Quadratmeter zahlen werden, ohne sogenannte Kostensenkungsaufforderungen zu verschicken. Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) kündigte an, dass ihre Verwaltung als „freiwillige Leistung“ bei allen Mieter*innen mit Wohnberechtigungsschein ebenfalls vorerst die komplette Mieterhöhung übernehmen werde. Es gebe „darüber hinaus leider keine Rechtsgrundlage, auch Mietern mit höherem Einkommen Miethilfen zu gewähren“, sagte Sprecherin Katrin Dietl der Tageszeitung „neues deutschland“.

Bezirk und Senatsverwaltung kündigten an, die Mieter so lange unterstützen zu wollen, bis der Rechtsstreit zwischen der Hauseigentümerin und der Investitionsbank Berlin (IBB) als Aufsichtsbehörde vor dem Verwaltungsgericht entschieden ist. Dabei geht es eigentlich um Mieterhöhungen aus den Jahren 2015 und 2016, die die IBB als „überhöht und somit unzulässig“ bewertete. Derweil müssen die Mieter*innen die Mieterhöhungen nun zunächst zahlen, wenn sie keine Räumungsklage riskieren wollen. neues-deutschland.de

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