Namen & Neues
Debatte zur Silvesterböllerei
Veröffentlicht am 10.01.2018 von Madlen Haarbach
Vergangene Woche berichtete ich Ihnen von der Idee des Abgeordneten Hakan Tas (Die Linke), die private Böllerei zu Silvester im Stadtgebiet zu verbieten. Daraufhin erreichten mich unzählige Leserzuschriften, die sich ausnahmslos alle für ein Böllerverbot aussprachen. Leser*innen wie Anna-Maria Wilke beklagen, dass sie sich so um ihre Kinder und Familie sorgen, dass sie seit Jahren Silvester außerhalb der Stadt verbringen. Viele, wie Leserin Marion Thurley, bedauern die Böllerei vor allem auch im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf Musik-Bading (siehe Intro). Leserin Angelika Thiele schreibt: „Ein Böllerverbot für Berlin wäre genial, da die Feinstaubbelastung zu hoch ist. Bei jeder noch so kleinen Umweltbelastung echauffieren sich die Politiker, hier eigenartigerweise nicht. Dies ist grob fahrlässig. Vielen Dank an den Politiker der Linken.“ Einen Gegenvorschlag präsentiert sie auch: „Jeder Bürger soll die Möglichkeit haben, zum Jahresende an jedem Ort der Stadt Musik zu machen – das könnte sehr witzig und kreativ sein!“
Auch Leser Michael Barth spricht sich für ein Böllerverbot aus, zeigt sich aber besorgt wegen der Umsetzbarkeit. Sein Vorschlag: ein zentraler Feuerwerksplatz, an dem geböllert werden darf – und den Rest verbieten. Leserin Halina Bendkowski schreibt: „in keiner anderen Metropole sind Privatballereien an Silvester erlaubt, außer in den post-faschistischen Ländern, wie Deutschland, Spanien und Italien. Es ist mir unbegreiflich, wie jedes Jahr fahrlässig Verletzte und Tote hingenommen werden, weil es den Knallern gefällt. Diese Art von Unkultur begünstigt die Verrohung und Freude daran, andere zu schrecken. Es muss wirklich Schluss damit sein.“ Leserin Marion Geisler schlägt vor, die Geldsummen, die bislang für privates Feuerwerk verpulvert werden, lieber sinnvoll zu nutzen – für die Unterstützung von Schulen und Obdachlosen etwa.