Namen & Neues

Südkorea vs. ... BVV

Veröffentlicht am 27.06.2018 von Judith Langowski

Die Juniversammlung der Neuköllner Bezirksverordneten (BVV) beginnt am heutigen Mittwoch um 17 Uhr. Gleichzeitig kicken die deutschen gegen das südkoreanischen Fußballer die zweite Halbzeit warm. Wer sich nicht für Fußball interessiert, hat also keine Ausrede, nicht bei der BVV vorbeizuschauen. Zumal die Tagesordnung lang ist (viele vertagte Anträge aus vorherigen Sitzungen, Grund siehe hier) und viel spannender als so ein Vorrundenspiel, das über in oder aus entscheiden könnte: Die Einwohner fragen unter anderem nach der Hitze in der Karlsgarten-Grundschule (siehe oben), der Zukunft der Mieten in der Sanderstraße 11/11a (siehe oben) und der Gefahrenzone an der Kreuzung Hermannstraße/Thomasstraße.

Die Verordneten der Linken interessieren sich dafür, wie viel Macht Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) hat und wie das Bezirksamt die Vorschläge zur „Verbesserung der Verwaltung“ – also Zusammenarbeit zwischen Senat und Bezirken – sieht. Die SPD ruft nach der Bedeutung der Schreiambulanz, eventuell ein Punkt, an dem die Säuglingssterblichkeit gesenkt werden könnte. Die Grünen fordern die Einrichtung eine*r Queer-Beauftragte*n (neben der Gleichstellungsposition).

Aus der Reihe „Diverses“: „Recht auf Kuchen“, fordert die Linke – so betitelt sie zumindest ihren Twitterpost zur Anfrage, die sie über die Zukunft des Familiencafés in der Glasower Straße stellen will. Und Anne Zielisch, fraktionslos, für die AfD in der BVV, hat um Aufnahme in die Fraktion AfD-Neu (neu: „AfD-BN“) gebeten. Antwort: Die Fraktion lehnt ihren Aufnahmewunsch ab.