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Maßnahmen gegen die Hitze in der Karlsgarten-Schule geplant
Veröffentlicht am 04.07.2018 von Madlen Haarbach
Wie meine Kollegin Judith Langowski hier vergangene Woche schrieb, wird es in der Karlsgarten-Grundschule bei Sonne unerträglich heiß. Auf die Frage mehrerer Eltern nach geplanten Maßnahmen antwortete Bildungsstadträtin Karin Korte, dass folgende Maßnahmen geplant seien:
- die Belegung des Glasdaches mit einer Sonnenschutzfolie, die jedoch die darunter liegenden Räume ganzjährig verdunkeln würde;
- außenliegender Sonnenschutz und eine entsprechende Verglasung für Klassenräume mit südlicher Ausrichtung und die vertikalen Glasflächen des Lichthofes;
- der Einbau von Türfeststellanlagen für eine bessere Querlüftung des Innenhofes;
- der Austausch der vorhandenen Verglasung des Glasdaches durch eine Sonnenschutzverglasung.
Die ersten drei Maßnahmen könnten jederzeit umgesetzt werden, so Korte. Für den Austausch des Glasdaches müsse auf Grund der zu erwartenden hohen Investitionskosten der Ausgang mit der Auseinandersetzung der Firma Elsbecker (die das defekte Sonnensegel angebracht hatte und den Ersatz nun offenbar nicht zahlen will) abgewartet werden, beziehungsweise der Erfolg der ersten drei Maßnahmen. Zu Beginn des neuen Schuljahres soll die Hitzesituation jedoch beseitigt worden sein.
Unklar bleibt, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass ein Schulgebäude offenbar derartig fehl konstruiert wurde, dass weder angenehme Temperaturen noch eine angemessene Durchlüftung des Innenhofes gewährleistet werden können.
Das Hochbauamt Neukölln erklärt dazu, dass 1995 das Bauvorhaben „Erweiterung und Umbau der Karlsgartenschule und Neubau einer Doppelsporthalle“ nach den damals gültigen Normen und Anforderungen genehmigt und bis 2000 gebaut worden sei. Die Problematik des sommerlichen Wärmeschutzes sei jedoch erst 2009 in die Energieeinsparverordnung (EnEV) als Nachweisberechnung aufgenommen worden.
„Im Jahr 1995 war also kein Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes erforderlich, wiewohl das Thema nicht unbeachtet blieb“, so das Hochbauamt. Es wurde geplant, die zentrale Halle durch Öffnungen im Dach zu durchlüften und so die Temperaturen zu begrenzen. Diese Möglichkeit hatte sich allerdings als nicht ausreichend herausgestellt. „Aus diesem Grund haben wir 2015 eine außenliegende Verschattungsanlage planen und erstellen lassen. Leider ist die Anlage auf Grund von aktuellen Mängeln nicht in Betrieb und wird zur Zeit überarbeitet. Aktuell prüfen wir darüber hinaus Alternativen zur Belüftung der Halle.“ Von der Firma Elsbecker lag bis Redaktionsschluss dieses Newsletters kein Statement vor.