Namen & Neues

Besserer Mieterinnenschutz für die Gropiusstadt beschlossen

Veröffentlicht am 02.01.2019 von Madlen Haarbach

Die Gropiusstadt ist vor allem für soziale Wohnungsbauten bekannt. Doch auch hier sehen sich Mieter*innen mit steigenden Preisen konfrontiert. Kurz vor Weihnachten beschloss das Bezirksamt eine sogenannte Aufstellung für eine Umstrukturierungsverordnung, die den Mieter*innenschutz in dem Ortsteil verbessern soll. Denn auch in der Gropiusstadt sind Mieten oberhalb von zehn Euro kalt/Quadratmeter längst keine Seltenheit mehr, wie eine Studie des Bezirksamtes ergab. Auch die Zahl der Wohnungsverkäufe liege deutlich über dem Berliner Durchschnitt.

Auf Grund der Wohn- und Eigentümerstruktur mit wenigen hauptsächlich privaten Wohnungsunternehmen sei der Milieuschutz kein wirksames Mittel, heißt es aus dem Bezirksamt. Die in der Gropiusstadt aktuell geplanten Investitionen und Maßnahmen würden einer städtebaulichen Umstrukturierung entsprechen – denn von jeder Maßnahme ist eine Vielzahl von Mieter*innen betroffen.

Ein Gebietssozialplan soll nun den Mieterschutz gewährleisten. Die beschlossene Umstrukturierungsverordnung ebnet den Weg dafür. „Ich bin froh, dass wir den Aufstellungsbeschluss noch in diesem Jahr auf den Weg geschickt haben. Modernisierungsvorhaben können wir damit zunächst für ein Jahr zurückstellen“, sagte Stadtentwicklungsstadtrat Biedermann vor Weihnachten.