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Radverkehrsmaßnahmen auf den Neuköllner Magistralen - was geplant ist

Veröffentlicht am 09.01.2019 von Madlen Haarbach

In einer schriftlichen Anfrage erkundigte sich der FDP-Abgeordnete Bernd Schlömer nach dem aktuellen Planungsstand für die Radverkehrsmaßnahmen in Neukölln, insbesondere auf den Hauptverkehrsstraßen, den Magistralen. Laut Staatssekretär Ingmar Streese finden aktuell Abstimmungen zwischen der Senatsverwaltung und dem Bezirksamt statt. In diesem Zusammenhang werde auch über die Sonnenallee debattiert.

Derzeit gibt es keine Planungen für Radverkehrsmaßnahmen auf der Sonnenallee. Dies begründet das Bezirksamt unter anderem mit dem noch unklaren Verlauf der hier geplanten Tramstrecke und dem noch unklaren Verkehrsaufkommen nach Eröffnung des neuen Autobahnabschnittes. Der Bezirk plant, die Weserstraße als Alternative zur Sonnenallee „zeitnah zu asphaltieren und anschließend als Fahrradstraße auszuweisen.“ Hierfür werde gerade die Entwurfsplanung erstellt. Als möglichen Termin für den Start der Asphaltierung nennt das Bezirksamt den Spätsommer 2019.

Besser sieht es hingegen weiter westlich in der Karl-Marx-Straße aus: Hier sollen im Frühjahr die Arbeiten für die lang ersehnte baulich abgetrennte Fahrradspur, eine sogenannte Protected Bike Lane, starten – allerdings begrenzt auf den Abschnitt zwischen Weichselstraße und Hermannplatz und in Kombination mit einem „klassischen Radfahrstreifen“. Wie genau diese Kombination aussehen soll, bleibt in der Antwort offen.

In der Hermannstraße laufen aktuell Vorplanungen für eine künftige Radinfrastruktur zwischen Hermannplatz und Juliusstraße. Als Möglichkeiten werden ebenfalls eine protected bikelane, ein Radstreifen oder ein baulich abgetrennter Radweg aufgeführt. Umgebaut werden soll hier „sukzessive ab 2020“, eine „separate Infrastruktur“ werde, soweit möglich, angestrebt.

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