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Stadtentwicklungsplan 2030: Wo in Neukölln neue Wohnungen entstehen sollen

Veröffentlicht am 13.03.2019 von Madlen Haarbach

Bleiben wir noch kurz beim Wohnungsmarkt. Wie aus dem neuen Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030 hervorgeht, sollen in Berlin innerhalb der nächsten elf Jahre fast 200.000 Wohnungen gebaut werden. Mein Kollege Christian Hönicke, der auch unseren Pankow-Newsletter schreibt, hat die Pläne analysiert, seinen Bericht lesen Sie hier. Die meisten Wohnungen sollen demnach in den Außenbereichen der Stadt entstehen, etwa auf Hausdächern und durch die Nachverdichtung von Wohnsiedlungen. Neben Neubauten sollen auch tausende Wohnungen durch Aufstockungen und den Ausbau von Dachgeschossen entstehen sowie durch Lückenschlüsse. Rund die Hälfte der Wohnungen sollen dabei von städtischen oder genossenschaftlichen Gesellschaften errichtet werden. Der Plan soll im zweiten Quartal im Senat beschlossen werden.

Was heißt das konkret für Neukölln? Kollege Hönicke hat die Bauvorhaben nach Straßen aufgeschlüsselt. Im Bezirk sollen demnach insgesamt mindestens 4.600 Wohnungen entstehen, in insgesamt 23 Projekten mit jeweils 200 bis 999 Wohnungen. Als kurzfristig, das heißt innerhalb der nächsten drei Jahre, realisierbar gelten Neubauten in der Buschkrugallee 64 auf dem ehemaligen Blub-Gelände, in der Grenzallee/Ballinstraße durch Nachverdichtung, diverse Einzelmaßnahmen in der Gropiusstadt, in der Hasenheide 74, am Mariendorfer Weg 28, 41 und 48, am Maybachufer 32 bis 36, in der Liberdastraße 5 sowie der Oderstraße 188/190. Das heißt nicht, dass innerhalb von drei Jahren tatsächlich an diesen Standorten gebaut wird – nur, dass die Möglichkeit besteht.

Mittelfristig, das heißt realisierbar innerhalb von sieben Jahren, wären demnach folgende Projekte: Buckower Felder (Gerlinger Straße/Buckower Damm), Emmausfriedhof West, Glasower Straße Ost, Gockelweg 14 und 23, Güterbahnhof Neukölln in der Ringbahnstraße 2, Harzer Straße 39, Jahnstraße 51 und 83 durch Nachverdichtung, Kielufer 113/115 (und andere), Kirchhof St. Jacobi II, Maybachufer 48-51, Mohriner Allee Ost / Koppelweg, Am  Quartier Mollnerweg / Ringslebenstraße  durch Nachverdichtung sowie AmWeder-Kiez Süd / Bürgerstraße 21 – 27.

Langfristig, innerhalb von zwölf Jahren, könnten zusätzliche Flächen im nordwestlichen und südwestlichen Bereich der Gropiusstadt nachverdichtet werden. Außerdem soll die Nachverdichtung einiger bereits bestehender Wohnsiedlungen in kommunaler Hand geprüft werden. Konkret geht es um die Siedlungen Neumarkplan, Gutschmidtstraße Nord und Grüner Weg West.