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Garten, 1: Schulhof statt Weinreben am ehemaligen Garten der Carl-Legien-Schule

Veröffentlicht am 10.04.2019 von Madlen Haarbach

Rund 40 Jahre lang wurde im Schulgarten am Dammweg Wein angebaut. Mit der Auflösung des Schulgartens durch eine Profiländerung der Carl-Legien-Schule (wir berichteten) wurde die Zukunft der Weinreben ungewiss. Das Bezirksamt hatte bereits 2017 eine Übernahme von Teilflächen für die benachbarte Sonnengrundschule beantragt, deren Schulhof ausgeweitet werden sollte. Dem stimmte der Senat zu. In der Antwort auf eine Anfrage der CDU-Verordneten Elfriede Manteuffel erklärte Schulstadträtin Karin Korte (SPD), dass erst bei der Begehung im November 2018 deutlich geworden sei, dass es sich bei der übertragenen Fläche um das Weinanbaugebiet handelt.

Die Weinreben mussten nun dem Schulhof weichen. Wie Korte erläutert, seien die Reben Anfang März dem Verein Agrarbörse Deutschland Ost zur Verfügung gestellt worden und zur Anbaufläche am Koppelweg transportiert worden. Am Dammweg blieben einige wenige Reben.

Unklar bleibt, was mit den übrigen Flächen des ehemaligen Schulgartens passiert, die sich nach wie vor in den Händen der landeseigenen BIM befinden. „Sollte eine Übertragung an den Bezirk Neukölln erfolgen, wird es sicherlich eine breite Diskussion über eine Nutzung dieses Geländes geben“, so Korte. Der Erhalt des Musterpavillons von Bruno Taut sei wegen der Denkmalschutzvorschriften unabhängig der späteren Nutzung des Geländes unstrittig. Der Senat prüft, ob auf der übrigen Fläche ein Oberstufenzentrum errichtet werden kann.

Auf dem alten Schulhof der Sonnen-Schule entsteht ein sogenannter Modularer Ergänzungsbau (MEB), da die Schule an ihre Kapazitätsgrenzen stößt. Als Ersatz für die bebaute Pausenfläche dient nun das ehemalige Schulgartenstück.

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