Namen & Neues

Neues Viertel am Mariendorfer Weg: Nur einer von zwei Investoren schafft günstigen Wohnraum

Veröffentlicht am 10.04.2019 von Madlen Haarbach

Am Mariendorfer Weg wird auf dem Gelände der ehemaligen Frauenklinik und des Schwesternwohnheims ein neues Stadtviertel gebaut. Rund 1400 Wohnungen sollen hier entstehen, dazu auch zwei Kitas und ein Familienzentrum. Zwei verschiedene Investoren bauen hier. Im Gebiet zwischen Mariendorfer Weg und Silbersteinstraße baut die Petruswerk Katholische Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft (Avila Gruppe) den „Wohnpark St. Marien“. Auf der anderen Straßenseite baut die Buwog Group das „Neumarien“. In beiden Quartieren sollen bereits Ende 2019 die ersten Wohnungen fertig sein.

Die beiden Projekte haben einen wesentlichen Unterschied, schreibt Susanne Schilp in der Berliner Woche: Während die Buwog zwischen 25 und 30 Prozent der Wohnungen für Menschen mit Wohnberechtigungsschein reservieren muss, gibt es beim Petruswerk keine geförderten Wohnungen. Der Grund: Das Petruswerk erwarb das Grundstück 2014 und erhielt die Baugenehmigung ohne soziale Auflagen.

Konkret bedeutet das: Während im südlichen Teil der Straße mehr als ein Viertel der Wohnungen zwischen 6,50 und 8 Euro kalt pro Quadratmeter kosten, zahlen Mieter*innen im nördlichen Teil künftig durchschnittlich 13 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Bei etwa 13 Euro kalt liegen auch die Durchschnittsmieten für die nicht-geförderten Wohnungen der Buwog.

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