Namen & Neues
Neukölln soll Beauftragte für Queer* und Nachhaltigkeit bekommen
Veröffentlicht am 17.04.2019 von Madlen Haarbach
Neukölln soll nachhaltiger werden – und queere Menschen besser schützen. Die BVV beschloss vergangene Woche mehrheitlich, das Bezirksamt um eine dauerhafte Finanzierung für eine*n Nachhaltigkeits- und eine*n Queerbeauftragte*n zu bitten. Das Bezirksamt soll sich um entsprechende Mittel beim Senat bemühen (Queerbeauftragte) bzw. Haushaltsmittel langfristig zur Verfügung stellen (Nachhaltigkeitsbeauftragte).
Gegen beide Anträge stimmten FDP und AfD, die das „Beauftragtenwesen“ kritisierten. Die Tätigkeiten seien eigentlich Aufgaben des Bezirksamtes, die lediglich ausgelagert würden, um mehr Arbeitsstellen zu schaffen. Es gehe lediglich um die Stelle, nicht um die Sache, betonte etwa der AfD-Verordnete Andreas Lüdecke. Die FDP sprach von einer „Feigenblattpolitik“, mit der gesellschaftliche Einstellungen verändert werden sollten. Das Bezirksamt könne schlecht den Klimawandel aufhalten, so die Argumentation.
Der*die Queerbeauftragte soll unter anderem gemeinsam mit erfahrenen Projekten und Institutionen dafür Sorge tragen, dass die zunehmenden Gewaltvorfälle und sonstige Straftaten gegen LSBTI wirksam bekämpft und Betroffenen eine Anlaufstelle geboten wird. Ursula Künning (Grüne), Initiatorin des Antrages für eine*n Queerbeauftragte*n, erklärte die Bedeutung der Stelle im Interview mit queer.de.
Mehr queere Nachrichten, auch aus Neukölln, gibt es übrigens auch morgen wieder in unserem Queerspiegel-Newsletter (Abo hier). Kollege Tilmann Warnecke hat da etwa einen Termintipp: Am 20. April ist das selbsternannte Freizeitkollektiv Butch Barflys im Boddin Eck, Hermannstraße 223, zu Gast und präsentiert einen Abend für „Butches und Femmes“, mit Drinks wie dem selbstkreierten Shot „Krawalllesbe“.