Namen & Neues

CDU fordert Karstadtneubau am Hermannplatz - Initiative kritisiert neue Signa-Kampagne

Veröffentlicht am 30.10.2019 von Madlen Haarbach

CDU fordert Karstadt-Neubau am Hermannplatz – Initiative kritisiert neue Signa-Kampagne. Die Diskussion um den Karstadt-Neubau am Hermannplatz in Berlin-Neukölln geht weiter. Die CDU-Fraktion in der BVV verurteilt die „Kreuzberger Blockadehaltung“ und kritisiert die Haltung des zuständigen Kreuzberger Baustadtrates Florian Schmidt (Grüne) als „borniert und provinziell“. „Der geplante Umbau ist eine große Chance nicht nur für den Kiez, die Beschäftigten und Entwicklung für den gesamten Bezirk, sondern vor allem für die Nutzungsvielfalt auch im Sinne der öffentlichen Infrastruktur“, sagt der Neuköllner CDU-Vorsitzende (und Stadtrat) Falko Liecke.

Das berühmte Kaufhaus steht am Hermannplatz. Hier ein Bild (dpa) von der Wieder-Eröffnung 1950 – in abgespeckter Version…

…die Ausbaupläne von Chipperfield orientieren sich am einstigen Prachtbau. Hier eine Vision der Planer.

Und hier ein Blick von der Terrasse, ganz oben auf dem Karstadt.

Kritik kommt von der Anwohner*inneninitiative „Hermannplatz – Karstadt erhalten“. Die Signa-Holding, die den Neubau realisieren will, würde mit ihrer neuen Kampagne „Dialog Hermannplatz“ suggerieren, dass das Großprojekt auf jeden Fall umgesetzt würde und dass es nur noch um die Frage des „wie“ geht, kritisiert die Ini. Die Signa würde eine Debatte über die Entwicklung des Hermannplatzes führen, dabei stünde es dem Immobilienunternehmen aus Sicht der Ini gar nicht zu, einen öffentlichen Platz zu gestalten. „Niemand im Kiez möchte, dass ein öffentlicher Platz und seine Verkehrsplanung von einem privaten Immobilienkonzern entwickelt wird“, schreiben die Anwohner*innen. Die Veränderung von Plätzen mit und durch private Konzerne sei „so ziemlich der Alptraum jeder offenen, progressiven Gesellschaft“, der Vorstoß der Signa „lachhaft“ angesichts aktueller Debatten rund um die mögliche Enteignung von Wohnungsunternehmen. Insbesondere kritisiert die Ini, dass es der Signa in ihrem Dialog mit der Nachbarschaft nur um eine mögliche Ausgestaltung des Neubaus ginge, und der Neubau an sich nicht in Frage gestellt würde. Zudem vertrete der Konzern lediglich die Interessen und Perspektiven einer „privilegierten, wohlhabenden Mittel- und Oberschicht“. – Text: Madlen Haarbach
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