Namen & Neues

Bezirkselternausschüsse fordern sichere Schulwege durch Pop-Up-Radwege

Veröffentlicht am 20.05.2020 von Madlen Haarbach

Foto: Ralf Hirschberger/zb/dpa 

Weiterhin ist das Thema Pop-up-Radwege präsent: Seit dem 4. Mai kehren Schüler*innen schrittweise in die Schulen zurück, auch der Kitabetrieb wird nach und nach weiter ausgebaut. Bereits Ende April wandten sich die Bezirkselternausschüsse für Schulen und Kitas an das Bezirksamt und forderten in einem Positionspapier sichere Schulwege. Es sei zu erwarten, dass mehr Schüler*innen als bisher das Fahrrad nutzen werden oder zu Fuß zur Schule kommen um den öffentlichen Nahverkehr und damit die Ansteckungsgefahr zu meiden, heißt es in dem Schreiben, das dem Tagesspiegel vorliegt.

„Gerade Kinder und Jugendliche sind allerdings einem sehr hohen Risiko ausgesetzt, auf dem Rad oder zu Fuß Verkehrsunfälle zu erleiden“, heißt es darin weiter. Neuköllner Eltern seien deshalb besorgt um die Sicherheit und Gesundheit ihrer Kinder, „weil die Verkehrsinfrastruktur in Neukölln an vielen Stellen lebensgefährlich ist.“ Daher fordern die Elternausschüsse behelfsmäßige temporäre Radspuren an allen mehrspurigen Straßen in Neukölln, insbesondere in der Hermanstraße, der Sonnenallee und der Fritz-Erler-Allee. „Diese Straßen sind keine sicheren Schulwege!“, heißt es in dem Schreiben. Die Eltern sehen den Bezirk in der Verantwortung, die Kinder und Jugendlichen besser zu schützen.

 

+++ Dieser Text stammt von Madlen Haarbach, die Sie jeden Mittwoch im Newsletter mit frischen Infos aus Neukölln versorgt. Anmeldung hier: leute.tagesspiegel.de

+++ Hier lesen Sie auch, was Nachbar Bernd Ehnes vom „Posh Teckel“ über die Wiedereröffnung der Restaurants zu sagen hat

+++ Und das sind die weiteren Themen der Woche im Newsletter:

  • Verkehrsausschuss beschließt temporäre Radspur in der Blaschkoallee – und verschärften Prüfauftrag für die Hermannstraße
  • Jugendclubs nehmen eingeschränkten Betrieb wieder auf
  • Bezirksbürgermeister ruft zum Gießen der Bäume auf
  • Berlin startet Modellprojekt „Stadtnatur-Ranger“ auch in Neukölln
  • Der Kiezkiosk „Donaueck“ soll Kiezarbeit in Zeiten von Corona ermöglichen