Namen & Neues

Jugendclubs nehmen eingeschränkten Betrieb wieder auf

Veröffentlicht am 20.05.2020 von Madlen Haarbach

Foto: Britta Pedersen/dpa

Senat und Bezirke habe sich darauf geeinigt, dass Jugendclubs und -freizeiteinrichtungen seit dem 11. Mai schrittweise wieder öffnen dürfen. „Öffnung heißt nicht offene Jugendarbeit, sondern begrenzte Angebote in den Einrichtungen und auf den Grundstücken“, erklärte Hannes Rehfeldt, Sprecher von Jugendstadtrat Falko Liecke (CDU), auf Anfrage. Jede Einrichtung müsse dazu ein Konzept erstellen, in dem die pädagogischen Angebote mit einem entsprechenden Hygieneplan abgestimmt sein müssen. Ein Musterhygieneplan dient zur Orientierung. Verschiedene freie und bezirkliche Träger hätten seither die Arbeit wieder eingeschränkt aufgenommen, sagt Rehfeldt.

Wie sieht das konkret bei den Jugendclubs im Bezirk aus? Micky Pattock vom Gangway Team Neukölln Nord erzählt, dass die Arbeit sich gerade wieder ein wenig normalisieren würde. „Wir haben immer noch das Problem, dass Gruppenaktivitäten, die wir viel machen, schwierig sind“, sagt er. Die Jugendlichen werden jetzt aber wieder in den Räumlichkeiten beraten. Bei der Sprechstunde montags empfängt das Team einzelne Jugendliche unter strengen Hygienevorschriften. „Ansonsten sind wir extrem viel auf der Straße unterwegs, um da Kontakt zu Jugendlichen aufzunehmen“, berichtet er. Das Team begleitet Jugendliche auch zu Ämtergängen oder zu anderen Einrichtungen, etwa im Betreuten Wohnen. „Wir können jetzt wieder Face-to-Face beraten, das hat sonst nur im öffentlichen Raum stattgefunden“, sagt Pattock. Ansonsten sei die Situation aber auch durch die unzähligen Beschränkungen weiter schwierig.

 

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