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Machbarkeitsstudie zur Radschnellverbindung Y-Trasse abgeschlossen

Veröffentlicht am 23.09.2020 von Madlen Haarbach

Die Radschnellverbindung „Y-Trasse“ (NL vom 17. April 2019), die entlang der A113 und dem Teltowkanal verläuft und später in zwei Ästen durch Neukölln, Treptow und Kreuzberg ziehen soll, „ist machbar“. Zu diesem Ergebnis kommt die Machbarkeitsstudie der Senatsverwaltung für Verkehr und Umwelt. Außerdem sei der „Kosten-Nutzen-Faktor“ positiv. Das heißt: Die Radschnellverbindung wird weiter umgesetzt.

Der Ergebnisbericht der Infravelo (hier als PDF) listet auch die derzeit favorisierte Trassenführung auf: Die Strecke soll unter anderem über die alte Späthbrücke (siehe Kiezkamera) entlang des Delfter Ufers und die Rungiusbrücke führen. Weiter geht es über die Emserstraße, entlang des Tempelhofer Feldes in der Oderstraße und der Hasenheide zum Südstern. Eine Führung direkt durch die Hasenheide wurde verworfen, unter anderem mit Verweis auf das jährliche Volksfest. Der östliche Abzweig führt über eine neu zu bauende Brücke vom Britzer Hafen aus auf den Görlitzer Bahndamm und dann entlang des Görlitzer Parks zum Görlitzer Bahnhof. Auch eine Führung durch den Görli wurde verworfen, da zu viele Konflikte zwischen Fußgänger*innen und Radfahrer*innen drohten.

Knapp zwei Drittel, also 63 Prozent der 20 Kilometer langen Strecke, führen laut Planung über Sonderwege, 21 Prozent durch Fahrradstraßen. Die übrigen 16 Prozent sollen sichere Radwege entlang von Hauptstraßen sein. Kosten soll die Y-Trasse laut Planung insgesamt rund 40 Millionen Euro, zusätzliche Zubringer kämen noch hinzu. Das wären pro Meter rund 2000 Euro. Wesentlicher Kostentreiber sind demnach vor allem die geplante neue Brücke und die Sanierung der bestehenden. Zum Vergleich: Die Autobahn A100 kostet pro neuem Meter fast 100-mal so viel – rund 191.608,13 Euro.

Wie geht es jetzt weiter? Jetzt startet der Planungsprozess, der „mindestens“ 33 Monate dauern soll. Anschließend gibt es ein Vergabeverfahren, für das rund ein Jahr kalkuliert wird. Und dann soll ab etwa 2024 gebaut werden. Ganz so schnell geht es hier also nicht.