Namen & Neues
Kultur statt Benzin? Die Zukunft der Tankstelle an der Sonnenallee/ Ecke Hobrechtstraße
Veröffentlicht am 04.11.2020 von Madlen Haarbach

Kultur statt Benzin? Die Zukunft der Tankstelle an der Sonnenallee/ Ecke Hobrechtstraße. Seit über zwei Jahren gammelt ein Grundstück an der Sonnenallee/ Ecke Hobrechtstraße vor sich hin. Bis 2018 befand sich hier eine Esso-Tankstelle, die abgerissen werden sollte, um Wohnungen Platz zu machen. Im Januar 2019 erteilte das Bezirksamt einen Bauvorbescheid für ein gemischtes Wohn- und Geschäftshaus. Viel passiert ist seither nicht. Wie die Antwort des Senats auf eine Anfrage des Abgeordneten Stefan Förster (FDP) zeigt, wurde das Grundstück allerdings verkauft: Seit dem 9. April 2020 gehört es einem unbenannten neuen Eigentümer. Der Eigentümer habe zwar eine Abrissanzeige für die völlig marode Tankstellenanlage beim Bezirksamt angezeigt, mit dem Abriss allerdings noch nicht begonnen, heißt es weiter. Solange von den Anlagen keine Gefahr ausgehe, könne das Bezirksamt den Abriss nicht anordnen.
Kultur statt Tanke? Außerdem steht in der Antwort, mit Verweis auf das Bezirksamt, dass der neue Eigentümer abgeänderte Planungen für das Grundstück vorgelegt habe – diese seien jedoch nicht genehmigungsfähig. Ein neuer Bauvorbescheid oder Bauantrag liege nicht vor. Allerdings sei in der letzten Zeit eine mögliche Zwischennutzung der noch vorhandenen Gebäudeteile für kulturelle Zwecke diskutiert worden, was Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann (Grüne) auf Nachfrage bestätigt. Er habe immer mal wieder Anfragen für Zwischenmietungen erhalten, die er an den Eigentümer weitergeleitet habe, sagte Biedermann.
Es soll ernsthafte Gespräche gegeben haben, der genaue Stand sei ihm allerdings nicht bekannt. Bezüglich der Planungen für das Grundstück sind sich Bezirksamt und Eigentümer offenbar insbesondere in Bezug auf die Geschossflächenzahl (GFZ) uneinig. Eine Überschreitung der GFZ könne das Bezirksamt nur für Wohnungen in Aussicht stellen, sagte Biedermann. – Text: Madlen Haarbach
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Dieser Tipp stammt aus dem Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Neukölln.
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