Namen & Neues

Corona-Update für Neukölln

Veröffentlicht am 07.04.2021 von Madlen Haarbach

+++ Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Infektionsrate je 100.000 Einwohner:innen, lag am Dienstag für Neukölln bei 145,8 und damit niedriger als vor einer Woche (191,0). Allerdings wurde über die Osterfeiertage auch weniger getestet. Neukölln ist hinter Spandau aktuell der Bezirk mit den zweitmeisten gemeldeten Infektionen. Infolge einer Covid-19-Erkrankung sind bislang 388 Neuköllner:innen verstorben, das sind acht mehr als vergangene Woche. Die höchste Inzidenz weisen nach wie vor die 15- bis 19-Jährigen (255) auf, der Wert hat sich im Vergleich zur Vorwoche allerdings ebenfalls reduziert. Sehr hohe Inzidenzen gibt es auch bei den 20- bis 24-Jährigen (245), den 5- bis 9-Jährigen (225) und den 40- bis 49-Jährigen (219) . Die gute Nachricht: Die Inzidenz bei den über 90-Jährigen liegt weiter bei: Null, auch die Inzidenz der über 80-Jährigen nimmt stetig ab und liegt aktuell bei 49, das ist der niedrigste Wert in dieser Altersgruppe seit Oktober und deutlich geringer als vor einer Woche (133). Quelle: Corona-Lagebericht des Senats

+++ Was gilt jetzt? Strengere Regeln für private Treffen, nächtliches Besuchsverbot, weitreichende Testpflicht: Einen ständig aktualisierten Überblick über die Regeln in Berlin finden Sie hier.

+++ Wo kann ich mich testen lassen? Aus dem Bezirksamt hieß es vergangene Woche, dass man sich für weitere Testmöglichkeiten im Süden des Bezirks einsetzen wolle. Zu spüren ist davon bislang allerdings nichts. Hier die aktuellen Anlaufstellen für kostenlose Schnelltests im Bezirk:

Weitere Infos zu den kostenlosen Schnelltests gibt es hier beziehungsweise auf test-to-go.berlin. Übrigens: Die Zahl der kostenlosen Schnelltests pro Woche ist in der Verordnung des Senats nicht begrenzt, Sie können sich also bei Bedarf im Grunde täglich testen lassen.

+++ Warum ist die Neuköllner Inzidenz so hoch? Laut Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) auch wegen der Neuköllner Teststrategie, bei der „sehr spezifisch getestet“ würde. „Das ist gut, weil wir so Infektionsketten schnell unterbrechen. Aber es treibt natürlich auch die Inzidenz nach oben“, schreibt Liecke in einem Facebookpost. Und weiter: „Darum sagen meine Fachleute auch: wir müssen nicht ständig über pauschale Schließungen reden. Wir können Infektionen schnell eindämmen, wenn wir sie feststellen. Die Abwägung sozialer und gesundheitlicher Folgen kommen mir bei sehr pauschalen Maßnahmen oft zu kurz.“

+++ Menschen mit geringem Einkommen, Wohnungs- und Obdachlose sowie Geflüchtete erhalten kostenlose FFP2-Masken in Geflüchtetenunterkünften und Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Menschen mit BerlinPass können sich noch bis Freitag täglich von 9 bis 17 Uhr an den folgenden drei Standorten kostenlose FFP2-Masken abholen:

  • Rathaus Neukölln (Karl-Marx-Straße 83)
  • Bürgeramt Blaschkoallee 32
  • Gemeinschaftshaus Gropiusstadt (Bat-Yam-Platz)

+++ Aktuelle Infos aus dem Gesundheitsamt gibt es im „Feierabendfunk“, dem Podcast des Neuköllner Pandemiestabs mit Christine Wagner und Serkan Cetinkaya. In der aktuellen Folge geht es ums Rad – und die Frage, wie regelmäßiges Radfahren zur Corona-Prävention beitragen kann. Das meint Prof. Dr. Stephan A. Jansen, der über moderne Mobilität, soziale Kosten und was das alles mit Corona zu tun hat spricht. Den „Feierabendfunk“ können Sie bei allen gängigen Podcast-Anbietern hören, etwa bei PodigeeApple Podcasts und Spotify.

+++ Die offizielle Hotline des Senats erreichen Sie täglich zwischen 8 und 20 Uhr unter 030 9028 2828. Da die Leitungen regelmäßig belegt sind, bittet der Senat darum, sich auch an die Gesundheitsämter der Bezirke zu wenden. In Neukölln können Sie die E-Mailadresse geshyg@bezirksamt-neukoelln.de oder die Hotline 030 90239 4040 kontaktieren. Alle weiteren Informationen des Senats rund um das Thema Corona, inklusive umfangreichen FAQs, finden Sie unter berlin.de/corona.