Namen & Neues

Saisonstart mit Dämpfer im Columbiabad

Veröffentlicht am 26.05.2021 von Madlen Haarbach

Am vergangenen Freitag durften die Freibäder das erste Mal  öffnen. Für einige Badewillige begann der Start in die Schwimmsaison allerdings offenbar mit einem Dämpfer: Schwimmbloggerin Bianca Tchinda beschreibt einen Vorfall am Columbiabad, der hoffentlich nicht beispielhaft für den Umgang mit Badbesucher:innen ist. Demnach wurden sechs Jungs im Alter zwischen etwa zehn und 14 Jahren von einer Mitarbeiterin des Bades nicht hineingelassen. Während die Jungs sich laut Tchinda an die Hygieneregeln hielten, soll die Mitarbeiterin die Maske unter der Nase getragen haben. Demnach hatten die Jungs offenbar einen falschen Zeitslot gebucht und diesen mit Hilfe anderer Badbesucher:innen umgebucht, wurden aber dennoch nicht in das Bad gelassen. „Wie kann man selbst so wenig Vorbild sein und dann den Kindern den ersten Freibad Besuch verweigern?“, fragt Tchinda.

Eine Sprecherin der Berliner Bäderbetriebe erklärte auf Anfrage, dass der Vorfall, sollte er sich wirklich so ereignet haben, „schade“ sei. Dass die Mitarbeiter:innen sich an die Hygieneregeln halten müssten, sei „natürlich indiskutabel“, alle Mitarbeiter:innen seien auch entsprechend geschult worden. Außerdem gebe es den Hinweis, mit Problemen kulant umzugehen. Wie genau diese Kulanz aussehen soll, sei für den Einzelfall aber nicht geregelt. Den beschriebenen Vorfall konkret wollten die Bäderbetriebe nicht kommentieren, da es nicht möglich gewesen sei, die betroffene Mitarbeiterin ausfindig zu machen und anzuhören.

An Tchindas Begeisterung für das „Culle“ insgesamt ändert der Vorfall übrigens nur wenig. Auf ihrem Schwimmblog beschreibt sie ihren ersten Besuch in einem Berliner Freibad seit 20 Monaten – für den sie natürlich das Culle ausgesucht hat. Das Schwimmbad aus dem Jahr 1951 sei zuletzt zur Wendezeit umgebaut worden, weiß Tchinda – mit einem Eingangsbereich, „der einem Gefängniszugang ähnelt. Hinter den Gittern allerdings wartet ein Paradies auf Schwimmerinnen und Schwimmer, Badewillige und Erfrischungshungrige“, schreibt sie. Ihren gesamten Erfahrungsbericht lesen Sie hier.