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Radstreifen auf südlicher Sonnenallee geplant – Fahrgastverband befürchtet Staufalle für M41
Veröffentlicht am 07.06.2023 von Madlen Haarbach
Die Sonnenallee ist eine der wichtigsten Verbindungen durch Neukölln. Aber für Radfahrer:innen, die an ihrem Leben hängen, ist sie praktisch unbenutzbar: Es gibt sechs Spuren für den Autoverkehr, aber keine Radwege. Das soll sich im südlichen Abschnitt zwischen dem S-Bahnhof Köllnische Heide und der Bezirksgrenze zu Treptow-Köpenick noch in diesem Jahr ändern: Die gut 1,1 Kilometer lange Strecke soll in beiden Richtungen geschützte Radfahrstreifen bekommen, teilt die landeseigene InfraVelo GmbH online mit. Was sie nicht schreibt, aber der Fahrgastverband IGEB moniert: Der Planung zufolge müssten sich die Busse der BVG – namentlich der schon bisher notorisch unzuverlässige M41er – die verbleibende Fahrspur mit dem Autoverkehr teilen und bei Stau hinten anstellen. Mein Kollege Stefan Jacobs berichtet auf tagesspiegel.de über die aktuellen Pläne, die Kritik daran und mögliche Alternativen.
Der nördliche Teil der Sonnenallee soll nach aktuellen Planungen keine Radwege erhalten. Stattdessen sollen Radfahrende künftig vermehrt die parallele Weserstraße nutzen, die stückweise zur Fahrradstraße ausgebaut wird (wir berichteten). Aktuell stehen die Bauarbeiten allerdings still: Zuletzt wurde im Dezember das Stück bis zur Weichselstraße, von Norden kommend, umgebaut. Spätestens im Herbst soll weitergebaut werden, kündigt Bezirksamtssprecher Christian Berg auf Nachfrage an. Die Ausschreibung für das nächste Teilstück sei schon abgeschlossen, als nächstes müssten die Details und der Zeitplan mit der Baufirma abgesprochen werden, so Berg.