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Verkehrsberuhigung: Kiezblock im Reuterkiez wird umgesetzt, zwei neue Kiezblocks beschlossen

Veröffentlicht am 22.11.2023 von Madlen Haarbach

Neukölln soll sicherer für Fußgänger:innen werden. Aktuell beginnt das Bezirksamt damit, den beschlossenen sogenannten Kiezblock im Reuterkiez umzusetzen. Durch verschiedene Maßnahmen soll in den kommenden Wochen der Durchgangsverkehr im Kiez zwischen Sonnenallee und Maybachufer deutlich verringert werden. Teil der Maßnahmen sind etwa modale Filter, also Sperren für den motorisierten Verkehr. Außerdem sollen mehrere Straßen in Einbahnstraßen umgewandelt werden. Der Kiezblock ist Teil des Verkehrskonzeptes für den Reuterkiez, das das Bezirksamt unter Beteiligung der Anwohnenden erarbeitet hat. „Ich freue mich, dass der Kiezblock Reuterkiez nun Gestalt annimmt“, kommentierte Verkehrsstadtrat Jochen Biedermann (Grüne). Der Durchgangsverkehr und die damit einhergehenden Belastungen würden erheblich zurückgehen, hofft der Stadtrat. „Zufußgehen wird dadurch attraktiver und die Schulwege werden sicherer.“ Aber auch wer auf das Auto angewiesen sei, komme damit weiterhin überall hin, versichert er.

Nach dem Kiezblock im Reuterkiez soll der Kiezblock im Rixdorf umgesetzt werden, kündigte Biedermann an. Zudem würden aktuell Verkehrskonzepte für den Schiller- sowie den Körnerkiez erarbeitet. Die geplanten Kiezblocks gehen auf Einwohner:innenanträge in der Bezirksverordnetenversammlung zurück. Dort wurden vergangene Woche zwei weitere Anträge von Anwohnenden beschlossen: Einer der beiden Anträge fordert, den gesamten Kranoldkiez in einen verkehrsberuhigten Raum umzugestalten. Der zweite gilt dem bereits erwähnten Körnerkiez. Gegen beide Anträge stimmten die Verordneten der CDU, die AfD enthielt sich.

„Angesichts der Klimakrise ist die Stärkung von Rad- und Fußverkehr in unserem Kiez ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität, die auch von klein auf in einem sicheren Umfeld erlernt werden soll. Wir bleiben im Dialog mit Politik, Verwaltung und Anwohner:innen, um unsere Forderungen inklusiv und zeitnah umzusetzen“, kommentierte etwa die Initiative für einen Kranold-Kiezblock. Fokus des Antrags sind Lösungen für die stark befahrene Hertabrücke sowie den Eduard-Müller-Platz. Die Ini fordert, dass der gesamte private Autoverkehr auf der Brücke verboten werden soll.

  • Für mehr Verkehrsberuhigung setzen sich auch Anwohnende im Schillerkiez ein. Am Sonnabend, 25. November, veranstaltet die Kiezblock-Ini auf der Kreuzung Fontane/Flughafenstraße von 14 bis 15.30 Uhr eine Kundgebung, die sich vor allem gegen den Durchfahrtsverkehr im Kiez richtet. Außerdem wollen die Anwohnenden auf Beteiligungsmöglichkeiten und Ideen für das erwähnte Verkehrskonzept hinweisen. Infos gibt es hier. Am selben Tag findet von 11 bis 14 Uhr auf dem Herrfurthplatz ein Beteiligungsformat statt, ab 12 Uhr startet dort auch ein Kiezrundgang. Bei beiden Aktionen können Sie Anmerkungen und Wünsche für das Verkehrskonzept einbringen. Mehr Infos dazu gibt es hier.