Namen & Neues

Nach tödlichen Verkehrsunfällen: Vision Zero erneut Thema in der BVV

Veröffentlicht am 20.05.2026 von Masha Slawinski

In den vergangenen Wochen sind ein 14-jähriges Mädchen sowie ein 41-jähriger Radfahrer bei Verkehrsunfällen am Buckower Damm und in Alt-Rudow ums Leben gekommen. SPD und Grüne nehmen dies zum Anlass, sich mit einer gemeinsamen Entschließung in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) erneut zur Vision Zero zu bekennen – also zu dem Ziel, dass kein Mensch im Straßenverkehr getötet oder schwer verletzt wird.

Das 14-jährige Mädchen war Mitte April gemeinsam mit einer Freundin auf einem E-Scooter unterwegs, als beide am Buckower Damm von einem Auto erfasst wurden. Die Jugendliche erlag später ihren Verletzungen. Wenige Tage später wurde ein 41-jähriger Radfahrer in Alt-Rudow von einem abbiegenden Lastwagen angefahren und tödlich verletzt. „Die tragischen Unfälle machen erneut deutlich, dass die Vision Zero – das Ziel, dass kein Mensch im Straßenverkehr stirbt oder schwer verletzt wird – kein abstraktes Konzept ist, sondern Leben retten kann“, heißt es in der Entschließung.

Jedes Jahr verlieren in Berlin Menschen durch Verkehrsunfälle ihr Leben. Laut Unfallstatistik gab es im vergangenen Jahr 37 Verkehrstote. Für die Fraktionen sind die jüngsten Fälle in Neukölln ein weiterer Beleg dafür, dass es mehr Anstrengungen für sichere Straßen, bessere Radwege und einen entschleunigten Verkehr braucht.