Kiezgespräch

Veröffentlicht am 27.06.2018 von Judith Langowski

Der Senat will mit anspruchsvollem Tourismus in den folgenden zwei Jahren die Touristenströme in der Innenstadt entzerren. „Kiez-basiert“ soll die Tourismussteuerung sein. Aber was bedeutet dieses „nachhaltige Konzept“ für die Bezirke?

40.000 Euro erhält jeder Bezirk jeweils für die Jahre 2018 und 2019 für eigene touristische Projekte. 20.000 Euro gibt Neukölln für einen Analyse aus, um den Tourismus in Neukölln „besser zu lenken und nachhaltiger zu machen“. Titel: „Authentisches Neukölln“. Also die Sauf- und Partytouristen vom Reuterkiez weglenken und nachhaltig nach Britz oder Rudow, ins „authentische Neukölln“ locken. Ob das klappt?  Die Analyse soll zumindest aufzeigen, was der Bezirk Touristen noch bieten kann, wo kein neues Hostel mehr öffnen sollte, wo tatsächlich noch ein Hotel fehlt. Im Prozess sollen alle Beteiligten (Gewerbetreibende, Bewohner*innen, Kulturschaffende etc.) mit eingebunden werden.

Und was wird aus den restlichen 20.000 Euro? „Wir wollen den Anwohnern der Karl-Marx-Straße etwas zurückgeben“, sagt Clemens Mücke von der Wirtschaftsförderung im Bezirk. Die Baustelle hat sie schließlich in den letzten Jahren einige Nerven gekostet. Was hat sich der Bezirk ausgedacht? Neue Weihnachtsbeleuchtung für die Karl-Marx-Straße! Da können wir uns schon auf die Festtage einstimmen, sind ja weniger als sechs Monate bis dahin.

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