Maria Kotsevs Tipp für Sie

Veröffentlicht am 25.04.2018

Vergangene Woche hat meine Kollegin Madlen Haarbach nach Ihren heißen Tipps für Bäcker*innen im Kiez gefragt, die noch selbst backen und keine Industrie-Schrippen über die Theke gehen lassen. Die Zuschriften waren zahlreich – und dabei kristallisierte sich ein Kiezfavorit heraus: Die Königliche Backstube in der Zwiestädter Straße 10. Begeistert von dem etwas versteckten Laden hinter dem Richardplatz ist Janina Reichmann. Er versammle alle Merkmale von solidem Backhandwerk – gute Grundzutaten, verschiedene Mehlarten, eigene Rezepte mit Sauerteig und lange Teigführungen. Besonders charmant sei hier auch die offene Backstube, die den Leserinnen Uschi Tamm und Ines Wagner positiv ins Auge fiel. Frau Wagner empfiehlt besonders die Brötchen, Croissants und Kopenhagener. Wer auf Muffins und Kuchen steht, dem rät sie das Coffee & DeliQueen of Muffins in der Hermannstraße 164 oder das Zuckerbaby am Richardplatz 21. Wo wir schon bei Croissants und Kuchen sind: Dagmar L. holt am Wochenende ihren Käse- oder Marmorkuchen (schmecken „wie früher“) bei der Bäckerei Macher in der Emser Straße 11.

Tagesspiegel-Kollegin Melanie Schaum-Durmaz empfiehlt die Kuchen am Stand von Dolly auf dem Nowkoelln Flowmarkt. Die seien „zum Niederknien lecker“ – ganz besonders der Carrot Cake, der Peanutbutter Cheesecake oder der glutenfreie Schokoladen-Mandel-Kuchen. Ganz in der Nähe, am Maybachufer 16 befindet sich auch die Bread Station. Die legt uns Ludger Wedding aus Kreuzberg wegen des echten dänischen Roggenbrots ans Herz.

Einen türkischen Bäcker steuert Rainer Edelmann bei: Zeynap Nazli KockaziBäckerei Mohriner Back & Cafe in der Mohriner Allee 21, insbesondere die Körnerbrötchen empfiehlt Edelmann. Sabine Wolfs Tipp ist auch zu beherzigen – sie stammt ursprünglich aus der hessischen Provinz und ist, wie sie selbst sagt, bei Brot sehr, sehr streng. Gutes Sauerteigbrot ist in Neukölln eher Mangelware, doch das Café Obergfell auf dem Markt an der Parchimer Allee in Britz-Süd bezeichnet sie als Glücksgriff. Aber auch die Brötchen in Neumanns kleiner Backstube im Meißner Weg 54 in Rudow erfüllen ihre Kriterien. „Ehrliches, handfestes Vollkornbrot“, das auch noch Bio ist, hat Daniela Wannemacher im Mehlwurm in der Pannierstraße 2 gefunden. Baguette wie in Frankreich gibt’s im „Hipsterladen“ Le Brot in der Fuldastraße 54 (vom Brot ist hier auch Leserin Lucie überzeugt) und die, nach ihren Angaben, besten Brioches – mindestens von Neukölln – bekommt man im Bichou in der Schönstedtstraße 14.