Nachbarschaft

Veröffentlicht am 14.03.2018 von Maria Kotsev

Ohne das „Sunshine Inn“ wüsste Hussein, 17, oft nicht, wohin mit sich. Im Jugendclub fand er ein Mittel gegen die Langeweile – und Unterstützung, als es in der Schule nicht mehr richtig lief. Die Wohnung seiner Eltern wurde ihm zu eng, draußen auf der Straße gab es öfter Stress: Sachbeschädigung, Prügeleien, aus Langeweile meist. „Das ist eigentlich das Wichtigste“, sagt er, „das hier ist ein Zufluchtsort vor der ganzen Scheiße, die auf der Straße passiert.“

Seinen besten Freund, Issam, hat Hussein im Sunshine Inn kennengelernt: „Wir haben eine Zeit lang gegeneinander Playstation gespielt und von heute auf morgen waren wir beste Freunde, nein besser: Brüder“, sagt Issam. Auch seinen Ausbildungsplatz hat Hussein über den Jugendclub gefunden.

Wenn er nicht im Jugendclub ist, trainiert Hussein meistens Mixed Martial Arts oder ist im Fitnessstudio. Dort sammelt er Kraft für den Kampfsport. Vier Mal die Woche, streng nach Trainingsplan. Die restliche Zeit verbringt er mit seiner Freundin, die er beim Jobben in einer Burgerbude kennen gelernt hat: „eine Liebesgeschichte zwischen Nuggets und Cheeseburgern“.

Mehr über Hussein, wie der Islam sein Leben prägt, warum er von einem Leben am Ku’damm träumt und wie das Sunshine Inn nicht nur ihm aus schweren Lebenslagen hilft, lesen Sie am Samstag von meinen Kolleginnen Judith Langowski und Madlen Haarbach in der Tagesspiegel-Beilage „Mehr Berlin“ und im E-Paper.

Wer einen Vorschlag hat, welcher Mensch hier unbedingt vorgestellt gehört: Gerne mailen an leute-m.haarbach@tagesspiegel.de.

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