Nachbarschaft

Veröffentlicht am 06.01.2021 von Madlen Haarbach

Thomas Mampel ist Geschäftsführer des Gründerzentrums „Garage Berlin“, das kürzlich nach Neukölln gezogen ist und vor allem arbeitslose Menschen bei der „Gründung sinnstiftender Unternehmen“ unterstützen will.

Die „Garage Berlin“ gibt es bereits seit 2006, damals noch angegliedert an das Stadtteilzentrum Steglitz. Mittlerweile betreut die „Garage“ allerdings Menschen aus allen Bezirken. Seit Oktober 2020 hat die „Garage“ ihren Sitz im neu entstehenden „Haus der Vielfalt“ in der Wilhelm-Busch-Straße 12. „Der zentrale Schwerpunkt ist das Begleiten von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus“, sagt Thomas Mampel. Rund 90 Prozent der Menschen, die sich an die „Garage“ wenden, seien aktuell arbeitslos, erzählt er. Die übrigen seien etwa Leute, die durch die Coronakrise eine neue Orientierung suchen und die Kurse und Beratungen aus eigener Tasche finanzieren. „Viele sehen, dass ihr bisheriger Job gerade den Bach heruntergeht und überlegen, ob vielleicht auch eine freiberufliche Tätigkeit eine Alternative sein kann“, sagt Mampel.

In letzter Zeit kämen auch sehr viele Anfragen von Menschen, die gerne etwas Sinnstiftendes tun würden, etwa im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz.  „Soziale Themen entwickeln sich gerade auch sehr interessant – wir vermuten da einen Zusammenhang mit der aktuellen Situation, dass jetzt für viele Leute einfach grundsätzliche Fragen auf der Agenda stehen, die dann zu unterschiedlichen Antworten führen“, sagt Thomas Mampel.

Die „Garage“ bietet verschiedene Workshops und Beratungen an, die entweder einzeln oder gesammelt absolviert werden können. Alle Termine finden als Einzelcoachings statt. In der Regel werden die Kurse von der Arbeitsagentur finanziert. Da geht es einerseits um die Frage, ob eine mögliche Gründungsidee überhaupt aussichtsreich ist und was eine Selbstständigkeit überhaupt bedeutet, andererseits geht es um Themen wie Produktentwicklung, Marketing und Businesspläne. Jedes Modul dauert im Schnitt vier bis sechs Wochen.

Erstgespräche seien stets kostenfrei, sagt Thomas Mampel. Das böte sich auch für jene an, die erst einmal schauen wollen würden, ob eine Selbstständigkeit grundsätzlich für sie in Frage kommen würde – bevor sie etwa die entsprechende Finanzierung beim Jobcenter beantragen. Parallel bietet die „Garage“ auch Coachings an, die grundsätzlich bei der Suche nach dem Traumjob und etwa auch dem Bewerbungsprozess unterstützen sollen.

Alle Infos zur „Garage“ und den Coachings gibt es hier.

Foto: privat

Wer einen Vorschlag hat, welcher Mensch hier unbedingt vorgestellt gehört: Gerne mailen an leute-m.haarbach@tagesspiegel.de.