Intro

von Christian Tretbar

Veröffentlicht am 26.07.2018

in Neukölln würde man sich über diese Sorgen sicher freuen, aber für den Florakiez ist der S-Bahnhof Pankow schon eine Art Sorgenkind. Im Eingangsbereich stinkt es, es kommt häufiger zu Fahrraddiebstählen auch Streitereien und Übergriffe gibt es immer wieder. Die Polizei ist aber nun seit Juli regelmäßiger mit einer mobilen Wache vor Ort. „Das Feedback ist durchweg positiv“, sagt Normen Walter vom Sachgebiet Einsatz Abteilung 13. Er kennt sich mit der Situation vor Ort aus und erklärt, dass die mobile Wache vor allem dafür sorge, dass die Trinkerszene an diesen Tagen weg sei und viele Bürger die Chance nutzten, um Fragen zu stellen und Hinweise zu geben. Aber ihm ist auch klar, dass für eine dauerhafte Veränderung eigentlich auch eine dauerhaftere Präsenz notwendig sei. Die mobile Wache war im Juli dreimal vor Ort. Auch an diesem Donnerstag wird sie wieder da sein. Allerdings werde man die Zeiten verändern. „Wir werden künftig eher am Abend vor Ort sein“, erklärt Walter.

Vor allem Fahrrad- und Taschendiebstähle seien ein Problem, aber auch Körperverletzung. Besonders unangenehm sei aber der Gestank im Bahnhof. Das Sicherheitspersonal der BVG achtet seit einigen Wochen verstärkt darauf, dass die Trinkerszene nicht in den Bahnhof kommt. Die Polizeipräsenz hilft da sicher auch, allein dadurch wird sich das Problem aber sicher nicht lösen lassen.

Trotzdem: Insgesamt handele es sich im gesamten Florakiez noch um eine „super Gegend, aber für Pankower Verhältnisse ist der S-Bahnhof schon ein Schwerpunkt für Einsätze der Polizei“. Aber auch an anderen Stellen sei die Situation vergleichsweise harmlos. Immer wieder gab es auch vom Bürgerpark, sozusagen am anderen Ende des Florakiezes Berichte über steigende Kriminalität. „Der Bürgerpark ist für uns im Sommer natürlich auch ein Einsatzgebiet, aber vor allem wegen Ruhestörung.“Kriminelle Banden oder Schlägereien seien dort die Seltenheit. Eines müsse man wirklich sagen, betont Walter: „In der Masse sind die Pankower Jugendlichen unproblematisch.“

Christian Tretbar ist Chefredakteur Online und wohnt in Pankow. Er vertritt in dieser Woche hier Christian Hönicke. Wenn Sie Anregungen, Kritik oder Wünsche haben, schreiben Sie ihm einfach eine E-Mail an leute-c.hoenicke@tagesspiegel.de.

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