Intro

von Christian Hönicke

Veröffentlicht am 23.08.2018

am Mauerpark scheiden sich die Geister. Für die einen ist er ein aufregender Abenteuerspielplatz und eine Attraktion Berlins. Für die anderen eine laute Eventmüllhalde und eine mit Kronkorken verzierte Steppe. „Das ist kein Park“, findet etwa Pankows Umweltstadtrat Daniel Krüger (parteilos/für AfD).

Das soll sich nun ändern. Der Mauerpark soll nicht nur größer werden, sondern auch schöner – zumindest ein bisschen. Voraussichtlich 2020 kommt ja der neue, sieben Hektar große Streifen am Westrand dazu. In dem Zusammenhang sollen auch auch der bestehende Mauerpark, der Falkplatz und die Grünstreifen entlang der Tops- und Gaudystraße am Jahn-Sportpark aufgehübscht werden. Geld dafür gibt es aus dem Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“. Die landeseigene Stiftung „Grün Berlin“ arbeitet schon gemeinsam mit dem Bezirksamt Pankow und mit Senatsverwaltung für Umwelt an einer Machbarkeitsstudie. Ziele sind ein klares Wegenetz, eine bessere Barrierefreiheit und neue „sinnvolle sowie attraktive Nutzungsangebote“.

Auch die Anwohner sollen hier ihre Wünsche einbringen dürfen. Noch bis 21. September können sie online auf mein.berlin.de Stärken und Schwächen des Parks benennen und ihre Ideen zur Umgestaltung loswerden. Außerdem findet am Freitag (24. August/16 Uhr) ein öffentlicher Parkspaziergang statt, Start ist an der Tops-/Ecke Cantianstraße. Vor allem die Frage, welche „sinnvollen“ Dinge der Mauerpark denn noch so braucht, dürfte dabei mal wieder Ansichtssache sein. Wie wäre es mit einem Kompromiss? Mehr Bäume, mehr Müllcontainer – und ein paar Dosenhalter für die Mauersprayer.

Christian Hönicke ist Pankower. Wenn Sie Anregungen, Kritik oder Wünsche haben, schreiben Sie ihm einfach eine E-Mail an leute-c.hoenicke@tagesspiegel.de.

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