Intro

von Christian Hönicke

Veröffentlicht am 04.10.2018

es gibt Neues vom „Pankower Tor“. Auf dem ehemaligen Rangierbahnhof soll nach jahrelangem Gezerre ein neues Stadtquartier mit bis zu 2000 Wohnungen entstehen. Vergangene Woche berichteten wir von der Absage der öffentlichen Diskussion, die der Kreisverband der Pankower Grünen Anfang September mit Investor Kurt Krieger geplant hatte. Manche fragten sich angesichts der Differenzen in der Vergangenheit nun: Gerät das Projekt schon wieder ins Wanken? Wir haben uns mal umgehört – und können Entwarnung geben. Trotz der Kritik der Grünen im Bezirk ist das „Pankower Tor“ auf dem Weg.

Die kurzfristige Absage habe nichts mit neuerlichen Differenzen zu tun, sondern vielmehr mit der Terminnot des Möbelmagnaten, hören wir aus Planungskreisen. Am vergangenen Mittwoch saß Krieger demnach brav in der regulären Planungsrunde mit allen beteiligten Verwaltungen und Pankower BVV-Vertretern. Darin wird derzeit der Start des städtebaulichen Wettbewerbs vorbereitet. Der soll am 23. November mit einer großen öffentlichen Informations-Veranstaltung erfolgen. Der Ort der Veranstaltung ist noch unklar, das Format dagegen nicht.

Ähnlich wie bei den Großbauprojekten Michelangelostraße (1500 Wohnungen) und Blankenburger Süden (zwischen 6000 und 10.000) soll ein Kommunikationsbüro die begleitende Bürgerbeteiligung durchführen. Gerade die Beteiligung der Anwohner lief in der Vergangenheit aber nicht unbedingt reibungslos. Beide Bauvorhaben riefen massive Proteste hervor, woraufhin die Planer jeweils zurückruderten. Mal sehen, ob es beim dritten großen Bauvorhaben in Pankow harmonischer abläuft. Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) äußerte unlängst zumindest die Hoffnung, dass sich „in vier bis fünf Jahren“ die ersten Kräne am Tor drehen.

Christian Hönicke ist Pankower. Wenn Sie Anregungen, Kritik oder Wünsche haben, schreiben Sie ihm einfach eine E-Mail an leute-c.hoenicke@tagesspiegel.de.

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