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von Christian Hönicke

Veröffentlicht am 31.01.2019

der „Panke Trail“ durch das „Pankower Tor“ soll doch kommen. Die Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr hat diesen Wunsch beim Grundstückseigentümer Kurt Krieger hinterlegt, erfuhr der Tagesspiegel. Zwar will die Verkehrsverwaltung diese Wende offiziell nicht bestätigen und verweist auf die Machbarkeitsstudie, die derzeit erstellt wird. Doch laut Aussage von Beteiligten hat die Verwaltung die Realisierung der Trasse entlang des S-Bahn-Damms nun schriftlich bei Krieger eingefordert. Dies gelte damit als feste Planungsgrundlage und müsse beim demnächst startenden städtebaulichen Wettbewerb von den beteiligten Planungsbüros beachtet werden.  Nach Aussagen von Insidern will sich Krieger dem fügen und den ursprünglich geplanten Verlauf zulassen.

  • (Der Text stammt aus dem Pankow-Newsletter des Tagesspiegel – den können Sie kostenlos und komplett lesen unter leute.tagesspiegel.de.)

Der „Panke Trail“ ist ein Ast des von Berlin geplanten Radschnellwegenetzes und soll vom Mauerpark bis nach Buch führen. In der Grundsatzvereinbarung zum „Pankower Tor“ zwischen Bezirk, Land und Krieger vom April 2018 tauchte er aber nicht auf. Stattdessen war nur von einem „leistungsfähigen Radweg“ entlang der Granitzstraße die Rede.

Der Fahrradverband ADFC kritisierte dies und forderte einen „echten Radschnellweg“, wie er in der Berliner Koalitionsvereinbarung definiert ist. Für den „Panke Trail“ sieht dies eine Führung entlang des Bahndamms zwischen Berliner Straße und Prenzlauer Promenade über Kriegers Gelände vor, auf dem unter anderem 2000 Wohnungen entstehen sollen. Für den Weg müsste ein Streifen auf dem Baugebiet freigehalten werden.

Auch das von Krieger gewünschte Einkaufszentrum an der Berliner Straße müsste daran angepasst werden. Die Mall galt als Haupthindernis für die Radschnellstraße. Im geplanten Trassenverlauf des „Panke Trail“ war zuletzt die Ladezone für Lkw vorgesehen.

Es gibt nun Überlegungen, den Radschnellweg im „zweiten Stock“ vorbei am Einkaufszentrum zu führen, also deutlich über dem Erdboden. Das würde in Kombination mit der einst angedachten kreuzungsfreien Überbrückung der Berliner Straße Sinn ergeben.

Christian Hönicke ist Pankower. Wenn Sie Anregungen, Kritik oder Wünsche haben, schreiben Sie ihm einfach eine E-Mail an leute-c.hoenicke@tagesspiegel.de.

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