Kultur

"Nicht welterbeverträglich": Keine Parkautomaten in Carl-Legien-Siedlung

Veröffentlicht am 05.07.2018 von Christian Hönicke

Zum 1. April 2019 wird auch das Gebiet zwischen Prenzlauer Allee, Ostseestraße, Greifswalder Straße und der Ringbahn eine „Parkraumbewirtschaftungszone“. Dann wird das Parken von Montag bis Sonnabend zwischen 9 und 20 Uhr kostenpflichtig. Damit sollen laut BVV-Beschluss vom Mittwoch „Fremdparker“ aus dem Gebiet in Prenzlauer Berg verdrängt werden, die „zu erheblichen Einschränkungen für die ortsansässige Bevölkerung“ und „zu einer starken Lärm- und Luftbelastung“ führen.

Die Parkzone hatte die BVV eigentlich schon vor zweieinhalb Jahren beschlossen, die Maßnahme konnte jedoch bis jetzt nicht umgesetzt werden. Grund: Die Carl-Legien-Siedlung im Kern des Viertels ist Teil des UNESCO-Welterbes “Siedlung der Berliner Moderne”. Das Landesdenkmalamt Berlin lehnte dort die Aufstellung von Parkautomaten und -schildern als „nicht welterbeverträglich“ ab. Um das Welterbegebiet zwischen Prenzlauer Allee und Gubitzstraße trotzdem von Fremdparkern zu entlasten, wird nun eine Zone mit reinem Anwohnerparken eingerichtet, für die keine Parkautomaten notwendig sind. Tja, wenn doch nur ganz Pankow Welterbe wäre… Aber vielleicht werden die Automaten ja in 80 Jahren von der UNESCO rehabilitiert.

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