Kultur
Theater o.N. wieder m.R
Veröffentlicht am 13.09.2018 von Constanze Nauhaus
„Es ist erstaunlich“, sagt Dagmar Domrös aus dem Leitungsteam des Kindertheaters. „Man läuft auf dem Kollwitzmarkt herum, verteilt Flyer – und blickt in erstaunte Gesichter.“ Die Nachricht der Schließung im vergangenen Jahr schlug mit solcher Wucht ins Kiezleben ein, das manche mit der Rückkher des Theaters wohl gar nicht gerechnet haben. Nun aber ist es wieder da und feiert das am Sonnabend, natürlich in der Kollwitzstraße 53. Eine Spielzeit lang konnte das Theater o.N. nicht in seinen eigenen Räumen spielen, sondern musste als Gast bei anderen Spielstätten in der ganzen Stadt auftreten. Hintergrund war Ärger mit den Nachbarn. Einige hatten sich über den Lärm beklagt. Um den Mietvertrag verlängern zu können, musste der bauliche Schallschutz verbessert werden. Auch dank vieler Spenden hat das nun geklappt: Das Theater o(hne) N(amen) ist wieder ein Theater m(it) R(äumen).
Das Theater ist für die nächsten fünf Jahre gesichert, ein neuer Mietvertrag in der Kollwitzstraße bis 2022 wurde unterschrieben. „Wir freuen uns sehr, sind total glücklich, dass wir jetzt wieder in unser Zuhause zurückkehren können“, sagt Domrös. Es sei eben nicht das Gleiche, woanders zu spielen. „Wir haben unsere Homebase schon schmerzlich vermisst.“ Richtig aufgeatmet werden kann allerdings nur vor den Kulissen, denn bis 2022 sind es nur vier Spielzeiten. „Klar, intern planen wir bereits unsere Zukunft, es gibt schon Ideen und Gespräche“ sagt Domrös. Am Sonnabend ab 10 Uhr geht’s los, Kultursenator Klaus Lederer (Linke) spricht ein Grußwort, dann führt das Theater o.N. einen Klassiker aus seinem Repertoire auf: „Kling, kleines Ding“ – für Große und Kleine ab zwei Jahren.