Kultur
Gold-Kunstraub in der Storkower Straße
Veröffentlicht am 04.10.2018 von Christian Hönicke
Kunstdiebstahl oder ein Goldraub? Das Bild „Aztec Calendar“ (siehe Kiezkamera) wurde aus dem „Anomalie Art Club“ gestohlen. Gemalt hat es der Künstler Kobransky. Kennen Sie nicht? Dahinter steckt Kolja Brand, 26 Jahre alt, in Wolfsburg geboren, 2014 nach Berlin gezogen. Er ist laut seiner Website Auto-Didakt am Piano und komponiert Soundtracks, seit dem vergangenen Jahr malt er auch und modelliert Skulpturen. Vor allem mit seinen Bildern, die meist Ikonen der Geschichte oder Popkultur zeigen, hat er schnell Eindruck hinterlassen. Nicht zuletzt, weil er dafür stets eine ungewöhnliche Farbe verwendet: Gold. Genauer gesagt 24-karätiges Blattgold. Inzwischen sind prominente Sammler genauso hinter Kobranskys Glitzerbildern her wie Goldfinger. Auch in Friedrichshain-Kreuzberg sind unlängst zwei Bilder von ihm aus einer Hotelgalerie gestohlen worden, die den vergoldeten Grunge-Helden Kurt Cobain zeigen.
Rund 10.000 Euro soll allein das Bild „Aztec Calendar“ wert sein, das einen güldenen, kreisrunden Aztekenkalender zeigt. Es verschwand nach Angaben der Polizei bereits am 18. März zwischen 4 und 5 Uhr morgens aus dem Club in der Storkower Straße, während Kobransky nebenan auf der Vernissage feierte. Die Polizei sucht nach zwei unbekannten Männern und veröffentlichte Bilder aus einer Überwachungskamera, siehe hier. Hoffen wir mal, dass der Aztekenschatz wieder auftaucht und nicht schon längst eingeschmolzen ist.