Kultur

Mauerpark: Verstärkermusik nur noch sonnabends

Veröffentlicht am 13.12.2018 von Christian Hönicke

Der Lärmschutzplan für den Mauerpark wird konkret. Verstärker und auch Trommeln sollen künftig nur noch zu einer definierten Zeit an einem definierten Ort zum Einsatz gebracht werden dürfen, so Pankows zuständiger Ordnungsstadtrat Daniel Krüger (parteilos, für AfD). Er hatte eine „Lärminsel“ vorgeschlagen, als Favorit dafür hat sich aus Sicht des Umweltamtes der Bouleplatz im Park herauskristallisiert. Er liegt schallschutztechnisch günstig zentral im Park in einer Mulde und hinter der Max-Schmeling-Halle.

Dort soll, so der Plan, künftig sonnabends verstärkte Musik gemacht werden dürfen. Damit will man den „Lautstärkeüberbietungswettbewerb“ mit dem Karaoke entzerren. Für das sonntägliche Happening werden pro Jahr 23 Ausnahmegenehmigungen erteilt, daran soll sich auch nichts ändern. Doch weil drumherum in der Vergangenheit viele Bands und Musiker aufspielten, soll sonntags neben dem Karaoke nur noch unverstärkte Musik erlaubt werden, etwa per Akustikgitarre. Das gilt auch für den Rest der Woche.

Um diese Regelung durchzusetzen, ist der dauerhafte Einsatz von „Parkläufern“ speziell für den Mauerpark angedacht. „Wie die genau heißen sollen und ob die durch ein T-Shirt zu erkennen sein werden, muss man noch klären“, sagt Krüger. Schilder allein würden nicht reichen, aber man wolle auch nicht durch ein Massenaufgebot an Ordnungskräften die Atmosphäre im Park stören. „Es geht darum, dass es im Park jemanden gibt, der Präsenz zeigt und die Autorität hat, den Leuten freundlich auf die Schulter zu tippen und zu sagen: Hier bitte nicht grillen oder nicht Musik machen.“ Wer diese Aufgabe übernehmen soll, wird aktuell in Gesprächen ausgelotet, so Krüger.

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