Kultur

Dolomitenstraße: BVV fürchtet "Zerstörung" der Restmauer

Veröffentlicht am 18.06.2020 von Christian Hönicke

Von der Berliner Mauer an der Dolomitenstraße ist ja nur noch ein Stummel übrig, immerhin steht er nun unter Denkmalschutz. Nach dem Abriss des größten Teils der Hinterlandmauer für ein Neubauprojekt machen sich die Bezirksverordneten aber Sorgen, dass auch der Zwölf-Meter-Rest noch wegkommt. Deswegen soll das Bezirksamt die verbliebenen fünf Teilstücke „umfassend sichern bzw. sichern lassen“, beschieden sie am Mittwoch per Beschluss.

Es bestehe die akute Gefahr, dass durch die aktuellen Bauarbeiten, insbesondere den Bau einer Tiefgarage an der Grundstücksgrenze, „die verbliebenen Mauerteile beschädigt/ins Wanken/zum Einsturz o.ä. gebracht werden“ könnten. Daher werde derzeit die Genehmigung für einen temporären Ab- und späteren Wiederaufbau der Mauerteile im Bezirksamt diskutiert. Dieser berge aber ebenfalls „das Risiko einer Zerstörung der Mauerteile und des Ensembles“, so der BVV-Beschluss.

Das Bezirksamt, das den Abriss der 50 benachbarten Meter nicht verhindert hatte, soll daher unter Einbeziehung der Stiftung Berliner Mauer „eine Expertise zum Zustand der Mauerreste und den möglichen Risiken von Sicherung vor Ort versus Risiken von Abbau, Einlagerung und Wiederaufbau“ erstellen. – Text: Christian Hönicke

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