Kultur

Brauner-Erben schlagen Gesprächswunsch der Colosseum-Mitarbeiter aus

Veröffentlicht am 06.08.2020 von Christian Hönicke

Das Insolvenzverfahren für das Kino Colosseum ist nun offiziell eröffnet. Insolvenzverwalter Sebastian Laboga  macht Kino-Fans wenig Hoffnung: Er teilte mit, an einen rentablen Betrieb des Kinos sei „auf absehbare Zeit nicht im Entferntesten“ zu denken. Die Kino-Mitarbeiter kämpfen dennoch weiter gegen den Umbau zum Bürokomplex und für die Erhaltung ihrer Arbeitsplätze. Am vergangenen Mittwoch hat der Betriebsrat deshalb die Erben Artur Brauners zu einer offenen Aussprache über die Zukunft des Colosseums eingeladen. Inzwischen haben die Anwälte der Familie auch geantwortet, sagt Martin Rathke, der Betriebsratsvorsitzende des Kinos.

Doch die erhoffte konkrete Gesprächszusage bis zum Mittwoch bekam Rathke nicht. „Die Kanzlei, die offenbar zumindest Teile der Erben rechtlich vertritt, hat nun mitgeteilt, dass die Gesprächsaufforderung aufgrund der Ferienzeit innerhalb der Erbengemeinschaft nicht erörtert werden könne“, sagt Rathke. „Wir haben noch mal auf die Dringlichkeit der Sache hingewiesen und um Zusage und Terminvorschläge bis zum 10. August gebeten. Der Betriebsrat würde gerne möglichst schnell, noch im August, einen konstruktiven Verhandlungsweg beschreiten.“ Auch im Hinblick auf die angesetzte Betriebsversammlung am 12. August „wäre es ein positives Signal für die Kolleg*innen, die inzwischen trotz ungekündigten Arbeitsplätzen Leistungen aus der Grundsicherung beziehen“, so Rathke. – Text: Christian Hönicke

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