Kultur

"Acoustic Shells" zu teuer: Vorerst kein Lärmschutz für Mauerpark

Veröffentlicht am 15.10.2020 von Christian Hönicke

Ein Problem aus fernen Vor-Corona-Zeiten war die laute Musik im Mauerpark. Deshalb sollten Lärmschutzschalen („Acoustic Shells“) den geplagten Nachbarn helfen, trotzdem in den Schlaf zu finden. Doch nicht nur das Karaoke fällt seither aus, generell ist es im Mauerpark ruhiger geworden. Nicht nur deswegen stehen die „Acoustic Shells“ nun auf der Kippe.

Entwickelt wurde die Schalen-Idee von der Initiative „Save Mauerpark“ und dem Verein „Freunde des Mauerparks“. Zunächst sollte eine Schale als Pilotprojekt vom Bezirksamt finanziert werden. Doch offenbar ist das ganze Unterfangen nun zu teuer geworden. Statt einer einfachen Lösung sei eine „sehr ausgereifte Konstruktion“ entwickelt worden, teilt Alexander Puell von den „Freunden des Mauerparks“ mit.  Die wurde deutlich teurer, „und wir konnten so mangels finanzieller Mittel den Bau noch nicht in Auftrag geben“. [Der Text stammt aus dem aktuellen Pankow-Newsletter. Den können Sie hier kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de]

Durch die Corona-Auflagen ist derzeit „ohnehin ein Einsatz im Mauerpark nicht realistisch“, sagt Puell. Ganz abblasen will er das Schalen-Konzept aber nicht. Er will die Open-Air-Kultur im Mauerpark „spätestens 2021 wieder zum vollen Leben erwecken“. Man müsse gemeinsam mit der Verwaltung Formate entwickeln, die auch in Pandemiezeiten eine sichere Teilnahme an Kultur- und Musikveranstaltungen ermöglichen.

Aktuell laufen demnach Gespräche mit dem Bezirksamt, um zu klären, wer die Schalen-Mehrkosten tragen könnte. „Es gibt von allen Seiten Bereitschaft, das Projekt voran zu bringen – wir gehen davon aus, dass wir in ein paar Wochen dazu belastbare Aussagen treffen können.“ / Foto: Save Mauerpark – Text: Christian Hönicke

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