Kultur

Corona-Aus für "Thüringer Stuben": Restaurant gibt Politik Mitschuld

Veröffentlicht am 18.02.2021 von Christian Hönicke

Das nächste prominente Corona-Opfer in der Gastronomie heißt „Thüringer Stuben“. Das bekannte Restaurant im Helmholtzviertel stellte am Sonntag nach einem Vierteljahrhundert seinen Geschäftsbetrieb ein, wie die Betreiber auf Facebook mitteilten: „25 Jahre haben wir unser Bestes gegeben. Wir bedauern diesen Schritt, aber es bleibt uns keine andere Möglichkeit.“ [Der Text stammt aus dem aktuellen Pankow-Newsletter. Den können Sie hier kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de]

Für das Aus machten die Betreiber die Politik mitverantwortlich: „Der anhaltende Lockdown, die fehlenden Prognosen durch die Bundesregierung, die nicht gezahlten Dezemberhilfen, lassen uns keinen Spielraum.“ Die monatlichen Kosten würden die Einnahmen durch Abhol- und Lieferservice „um ein Vielfaches“ übersteigen. „Wie und ob und wann es weitergeht, können wir an dieser Stelle noch nicht sagen.“

Kurz nach der Facebook-Nachricht meldeten sich offenbar viel Fans des Lokals. „Wir haben gestern so viele Nachrichten bekommen, wo uns sehr viel Hilfe angeboten wurde, das hat uns sehr berührt und wir sind sehr, sehr dankbar für Eure Unterstützung und Eure Angebote“, schreiben die Betreiber weiter. Sie wollten sich „erstmal gedanklich sammeln“. Und: „Wir melden uns.“ – Text: Christian Hönicke

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