Kultur

"Gehörte zu den Größten": CDU will Straße oder Platz nach Helga Hahnemann benennen

Veröffentlicht am 10.02.2022 von Christian Hönicke

Hoppla, jetzt geht’s ganz schnell: Pankow soll eine Helga-Hahnemann-Straße bekommen. Oder einen Helga-Hahnemann-Platz. Diesen Antrag hat Pankows CDU für die nächste Bezirksverordnetenversammlung am kommenden Mittwoch gestellt. Wir hatten unlängst darüber berichtet, dass die gebürtige Wilhelmsruherin bisher in ganz Berlin nicht auf einem Straßen- oder Platzschild geehrt wird – und die Frage aufgeworfen, warum die Politik ihres Heimatbezirks sich denn da so zurückhält.

Und siehe da: „Big Helga“ ist in Pankow offenbar doch nicht ganz vergessen. Das Bezirksamt soll „eine Straße, einen Platz oder einen Park im Pankower Ortsteil Wilhelmsruh“ nach der beliebten und viel zu früh gestorbenen DDR-Künstlerin benennen, schlägt die CDU vor. Sie liefert auch einen möglichen Ort mit: „Bevorzugt der ‚Park am Ententeich'“.

„Als Bezirk, in dem Helga Hahnemann geboren und auch beigesetzt ist, ist es absolut wünschenswert, eine Straße ihr zu Ehren zu benennen“, begründet die CDU ihren Vorstoß. Auch könne mit einem weiteren Frauennamen „die Dominanz der mit Männernamen gekennzeichneten Straßen verringert werden“.

Mit ihrem künstlerischen Wirken „erleichterte Hahnemann den Menschen in der DDR ihren Alltag, eröffnete Horizonte und überwand gesellschaftliche Grenzen“, heißt es im Beschlussantrag weiter. „Sie gehörte zu den Größten im Unterhaltungsfach der DDR.“ Als Person des öffentlichen Lebens, die ihr persönliches Lebensglück lebte, stehe sie „beispielhaft für ein modernes Gesellschaftsmodell, für das auch der Bezirk Pankow steht“.

Die CDU liefert auch ein Wunschdatum für die „Henne“-Ehrung mit. „Anlässlich ihres anstehenden 85. Geburtstages am 8. September 2022 könnte die feierliche Enthüllung der Helga-Hahnemann-Straße oder des Helga-Hahnemann-Platzes stattfinden.“ Ob die Bezirkspolitik wirklich so schnell ist?