Macher

Kritik an CDU-Chef aus Weißensee

Veröffentlicht am 30.11.2017

Die Schwulen und Lesben in der Pankower CDU (LSU) werfen dem Ortsverbandschef für Weißensee, Dirk Stettner, vor, Stimmung gegen sie zu machen. Stettner, der auch stellvertretender Bezirkschef der Partei ist, hatte nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen einen Beitrag bei Facebook gepostet, in dem er für eine breite Diskussion über Zukunftsthemen wirbt. An sich kein problematischer Text. Ganz am Ende heißt es dann aber unvermittelt: „Wir brauchen mehr #Merz und weniger #Muttisgayletruppe. Steht alles pars pro toto.“ Die LSU-Gruppe geht ihn nun hart an: „Eben noch ein glühender Verfechter von ‚Mutti‘, solange sie erfolgreich ist. Jetzt versucht er das sinkende Schiff zu verlassen. Sich immer auf der Gewinnerseite zu positionieren, diesen Typ Politiker gibt es zu genüge, so auch in Pankow“, heißt es in einer Erklärung. Der Vorsitzende der Gruppe, Thomas Schroeder, wirft Stettner auf Facebook zudem Diffamierung und Verunglimpfungen von Homosexuellen vor. „Eine vergleichbare Rhetorik kannte ich bislang nur von der AfD.“ Stettner fühlt sich falsch verstanden und betont, dass er für die „Ehe für alle“ gestimmt habe und die Kanzlerin für ihn auch keine „Mutti“ sei. Warum er den kritischen Hashtag #Muttisgayletruppe verwendet hat, konnte er am Telefon nicht schlüssig erklären. Die Debatte auf facebook.de. Ulrike Scheffer