Namen & Neues

Keine Strategie für Soziale Netzwerke

Veröffentlicht am 04.04.2018 von Christian Tretbar

Schulungen gibt es nicht, Evaluationen auch nicht, aber immerhin es gibt etwas: Aktivitäten auf Seiten des Bezirksamtes in Sozialen Netzwerken. Das ist für Deutschland im Allgemeinen und Berlin im Speziellen durchaus nicht gewöhnlich für Verwaltungen. Die Bezirksverordnete Sophie Regel (FDP) wollte es genauer wissen und hat in einer kleinen Anfrage herausfinden wollen, wie die Social-Media-Arbeit im Bezirk abläuft. Was man jeden Tag sehen kann, wird in der Antwort auch dokumentiert: Über den offiziellen Account des Bezirksamts @BerlinPkow werden nur Links zu Pressemitteilungen getwittert. „Weil nach der Geschäftsordnung des Bezirksamtes Pankow jedes BA-Mitglied seine Abteilung nach außen eigenständig vertritt, sind für die Pressestelle weitergehende Informationen sowie eventuelle Kommentierungen und Antworten obsolet. Auf diesen Umstand wird hingewiesen“, heißt es in der Antwort von Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke).

Aber er verweist auch darauf, dass es weitere Accounts gebe, so beispielsweise von der Integrationsbeauftragten, den Bibliotheken, den Volkshochschulen, dem Museum Pankow sowie diversen bezirklichen Kultureinrichtungen. Doch Benn gibt zu, dass es keine Schulungen für die Mitarbeiter gebe, keine Evaluation der Aktivitäten und keine einheitliche Strategie. Aber das kann ja noch etwas werden.

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