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Ostseefrust und Gafferangst: Autobahnbrücke wird abgerissen

Veröffentlicht am 14.06.2018 von Christian Hönicke

Wer in den nächsten Tagen per Zug an die Ostsee will, sollte sich das lieber zweimal überlegen. Frust ist vorprogrammiert, denn der seit langem angekündigte Abriss der Außenringbahnbrücke startet. Der stadtauswärts führende Teil der A114-Autobahnbrücke zwischen Schönerlinder Straße und Dreieck Pankow verschwindet am Sonnabend und Sonntag. Da unter der Brücke besagte Bahngleise verlaufen, wird vor allem der Zugverkehr mächtig beeinträchtigt. Die S8 wird auf dem Abschnitt Blankenburg bis Mühlenbeck-Mönchmühle von Freitag (15. Juni) ab etwa 22 Uhr bis Montag (18. Juni/ca. 1.30 Uhr) unterbrochen. Es gibt Ersatzverkehr mit Bussen, mehr Infos hier.

Noch schlimmer trifft es die Regionalbahn. Die Züge der RE-Linie 5 von und nach Rostock/Warnemünde und Stralsund fahren noch bis kommenden Freitag (22. Juni/ca. 18.30 Uhr) nicht zwischen Gesundbrunnen und Oranienburg. Wer an die östliche Ostsee will, muss dann zwischen diesen beiden Bahnhöfen mit der S1 tuckern und sich anschließend in den RE schwingen oder sich in einen der wenigen ICEs quetschen, die weiterhin durchfahren. Von der Unterbrechung betroffen sind auch andere Regionalbahnlinien, etwa die nach Zielona Gora. Infos unter anderem hier und hier.

Die Brücke stammt aus dem Jahr 1974 und wird durch einen Neubau ersetzt. Die Bauzeit soll drei Jahre betragen. Sobald die neuen Spuren stadtauswärts fertig sind, wechselt der gesamte Verkehr auf den Neubau. Dann wird die Brücke in Fahrtrichtung Berlin abgerissen und neu gebaut. Dabei wird es laut der Projektmanagementgesellschaft DEGES „vereinzelt zu weiteren kurzen Unterbrechungen des Zugverkehrs kommen“.

Der Autoverkehr auf der A 114 soll durch die Abrissarbeiten am Wochenende übrigens nicht betroffen sein, da die Fahrstreifen in beide Richtungen bereits auf der stadteinwärts führenden Brückenseite verlaufen. Dennoch hat die DEGES Angst vorm Stau – durch Gaffer. Man bitte daher alle Autofahrer, „trotz interessantem Baustellengeschehen ohne Verzögerungen an der Baustelle vorbeizufahren“, so DEGES-Projektleiter Bernd Urbank.

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