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Gefährlicher Schulweg: Selbst für Schülerlotsen zu unsicher

Veröffentlicht am 21.06.2018 von Christian Hönicke

Zurück zu den Verkehrsgefahren. Kinder sind besonders gefährdet, doch Eltern zeigen sich erschüttert darüber, wie wenig die Behörden zum Schutz der Kleinsten unternehmen. Seit Jahren kämpft etwa eine Elterninitiative erfolglos dafür, den Schulweg zur „Grundschule an den Buchen“ in der Wilhelm-Wolff-Straße in Niederschönhausen zu entschärfen. Weder vor der Schule noch an der benachbarten Kita „Villa Lobo“ könnten Kinder die Wilhelm-Wolff-Straße sicher überqueren oder den Bürgersteig entlanggehen, „da sich Autofahrer nicht an die Verkehrsregeln halten und aufgrund der vielen Fahrzeuge die Situation unübersichtlich ist“, so Birgit Adolph von der Initiative „Schulwegsicherheit Grundschule an den Buchen“.

Verstärkt werde das Problem durch „Elterntaxis“, die direkt vor der Schule im Parkverbot parken, Einfahrten und Gehwege zum Parken und Wenden nutzen und teilweise rücksichtslos fahren und rangieren würden. Zwischen den Autos seien die Grundschulkinder aufgrund ihrer Größe extrem gefährdet. Es habe schon zwei Unfälle mit Schulkindern seit 2013 und viele Fast-Unfälle gegeben.

Bereits 2017 hatte die Elterninitiative mehrere Anträge zur Verbesserung gestellt. Eine Gehwegvorstreckung, wurde jedoch als „zu teuer“ und „nicht zielführend” vom Bezirksamt abgelehnt. Eine Anfrage für den Einsatz von Schülerlotsen wurde wiederum von der  Präventionsbeauftragten der Polizei abgelehnt – und zwar „aus Sicherheitsgründen“. Eine Bankrotterklärung für die Initiative: „Es kann doch nicht sein, dass der Einsatz von Schülerlotsen als zu gefährlich abgelehnt wird, jedoch nichts unternommen wird, um die Situation dauerhaft zu verbessern!“

Manchmal gebe es Vor-Ort-Kontrollen durch die Polizei, dies führte laut Initiative aber nur kurzzeitig zu Verbesserungen. Die Initiative fordert so schnell wie möglich einen Zebrastreifen, bereits im Februar habe sie einen entsprechenden Antrag bei der Senatsverwaltung gestellt. Bearbeitet wurde der laut der Initiative aber bisher nicht – der Personalmangel sei schuld.

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