Namen & Neues

Französisch Buchholz: Widerstand gegen Neubauviertel

Veröffentlicht am 23.08.2018 von Christian Hönicke

Französisch Buchholz soll verdichtet werden, und nicht jedem gefällt das. Südöstlich des Ortskerns an der Berliner Straße sollen insgesamt 30 Hektar mit Wohnungen und Gewerbe bebaut werden. Die kleinere westliche Teilfläche direkt an der Berliner Straße soll zu einem urbanen Mischgebiet aus Gewerbe und Wohnen weiterentwickelt werden und vor allem mit Gewerbe nachverdichtet werden.

Widerstand regt sich vor allem gegen die Pläne für die größere östliche Teilfläche. Es geht um etwa 23 Hektar zwischen Berliner Straße und Ludwig-Quidde-Straße südlich der Kleingartenanlage „Gravensteiner Aue“. Das Areal besteht aus Einfamilienhausgebieten und einer größeren Ackerfläche. Dort sollen die Wohngebiete nachverdichtet und außerdem ein ganz neues Quartier errichtet werden. Auf rund 7 Hektar sollen zunächst etwa 550 Wohnungen in Mehrgeschossern für rund 1000 neue Bewohner, eine Kita, neue Straßen und Grünflächen entstehen. Dies soll aber nur der Startschuss sein: Insgesamt sehen Bezirk und Land auf den 23 Hektar Platz für bis zu 1250 Wohnungen.

Anwohner kritisierten das Vorhaben in der BVV deshalb bereits als „Massenwohnungsbau“. Sie befürchten den Verlust des Ortscharakters und verweisen auf die Vorstadt „Buchholz West“. Außerdem bezweifeln sie, dass die Verkehrsinfrastruktur für die Verdichtung ausgelegt ist. „Derzeit werden Verkehrsgutachten darüber erstellt, welche Auswirkungen auf das angrenzende Straßennetz zu erwarten sind“, so Baustadtrat Vollrad Kuhn (B‘90/Grüne). Frühestens 2020 könne dann mit dem Bau des Quartiers begonnen werden.

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