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Bürgerpark: "Saufgelage" nerven Anwohner

Veröffentlicht am 06.09.2018 von Christian Hönicke

Damit noch einmal zurück in den Park, diesmal in den Bürgerpark. Über dessen Zustand gehen die Meinungen im Umfeld ziemlich auseinander. Anrainer wie der Imker Max Grüber und die Pinke-Panke-Leiterin Annett Rose hatten sich über zunehmende Verwahrlosung und Drogenhandel beschwert. Andere widersprachen, darunter der Vorsitzende des Bürgerpark Verein Pankow Christian Friedrich, Rosengarten-Betreiber Rainer Gehrmann und Grünen-Politiker Jürgen Trittin. Nun meldete sich der Anwohner Timo Friedmann, um seine Sicht zu schildern. Der Anblick des Bürgerparks sei insbesondere morgens „ganz schön traurig“, da gleiche er „regelmäßig einem mittleren Müllplatz“. Generell würden die meisten Bürger den Park zwar pfleglich behandeln, so Friedmann. Er hat auch keine Dealerszene direkt im Park beobachtet, die bewege sich eher im Bereich S-Bahn-Unterführung am Westrand.

Ein großes Problem sei aber, dass sich der Park zu einem überregionalen Feier-Hotspot für „Jugendhorden“ entwickelt habe. Friedmann spricht von regelmäßigen „Saufgelagen, die natürlich schnell ausarten“. Gruppen von bis zu 100 Menschen würden sich am Bahnhof Pankow mit Alkohol eindecken und dann im Park bis in die Morgenstunden „saufen, schreien, randalieren“ und Flaschen zertrümmern. „Auf Nachfrage sagt die Polizei, das sei Sache des Ordnungs- oder Grünflächenamtes – doch deren Mitarbeiter haben ab 21 Uhr natürlich Feierabend und wahlweise auch keine Lust, nachts in den Park zu gehen“, so Friedmann. „Es ist zum Rasen. Was soll man tun? Ich weiß es nicht. Aber so, wie es ist, sollte es nicht bleiben.“

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