Namen & Neues

Radparkplätze in Karow nicht vor 2024

Veröffentlicht am 04.10.2018 von Christian Hönicke

Die Autofahrerpartei CDU kämpft verbissen für Fahrradfahrer – zumindest in Karow. Seit 2013 fordert die Pankower Fraktion die Errichtung von mehr Radabstellplätzen am S-Bahnhof Karow für ÖPNV-Pendler. Forciert vom Fraktionsvorsitzenden Johannes Kraft, der selbst in Karow lebt. Schon 2014 habe das Bezirksamt auf der Seite des Hubertusdamms in der Buswendeschleife 36 neue Fahrradbügel zugesagt. Trotz zweier BVV-Beschlüsse sei aber bisher nichts passiert, so Kraft in der vergangenen Bezirksverordnetenversammlung. Er vermutet: „Offensichtlich gibt es bestimmte Ortsteile, um die sich das Bezirksamt weniger kümmert.“ In Prenzlauer Berg, Pankow und Weißensee seien in der Zwischenzeit schließlich neue Fahrradständer aufgestellt worden.

Bezirksbaustadtrat Vollrad Kuhn (B’90/Grüne) verteidigte sich: Durch den ständigen Schienenersatzverkehr mit Bussen wegen der Bauarbeiten am Karower Kreuz könne die Wendeschleife bisher nicht für Fahrräder genutzt werden. Er versprach: Wenn der Schienenersatzverkehr vorbei ist, soll der Platz dann um so effektiver mit Doppelstock-Radständern ausgenutzt werden. Oder in Zahlen ausgedrückt: 2024. Dann ist das Ende der Bauarbeiten an der Bahnstrecke geplant.

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