Namen & Neues

"Pankower Tor": Kissingenviertel soll vor Aufwertung geschützt werden

Veröffentlicht am 18.10.2018 von Christian Hönicke

Das Kissingenviertel soll vor dem Aufwertungsdruck durch das geplante Bauprojekt „Pankower Tor“ geschützt werden. Das Bezirksamt soll die Möglichkeit einer städtebaulichen Erhaltungssatzung für das Gebiet zwischen Granitzstraße, Berliner Straße, Binzstraße und Prenzlauer Promenade prüfen. Das beschloss die BVV am Mittwoch auf Antrag der SPD. Es gehe darum, „städtebauliche Errungenschaften der Nachwelt zu erhalten“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Roland Schröder. Das Viertel weise „architektonische Besonderheiten“ wie die Wohnanlage Zeppelin auf, allerdings aufgrund der meist nur vier Geschosse auch „erhebliches Veränderungs- und Aufwertungspotenzial“. Die Pläne für das angrenzende Rangierbahnhof-Gelände würden „eine deutlich höhere und dichtere Bebauung“ vorsehen. Daraus werde sich ein Investitionsdruck im Kissingenviertel ergeben, der „zu einer städtebaulichen Überformung“ und einer geringeren Lebensqualität durch Aufstockungen oder Neubauten führen könne. Deshalb solle nun frühzeitig geprüft werden, ob man das Kissingenviertel durch eine Erhaltungsverordnung schützen könne.

Anzeige