Namen & Neues

Elisabeth-Aue: Grüne fordern Acker statt Wohnquartier

Veröffentlicht am 25.10.2018 von Christian Hönicke

Landwirtschaft statt Wohnungen auf der Elisabeth-Aue – das fordern Berlins Grüne. Als Ausgleich für andere Bauprojekte im Bezirk Pankow wie dem „Blankenburger Süden“ und das „Pankower Tor“ soll die 70 Hektar große Fläche zwischen Französisch Buchholz und Rosenthal unbebaut bleiben, so Antje Kapek, Fraktionschefin von B’90/Grüne im Berliner Abgeordnetenhaus. Sie nannte die landeseigene Elisabeth-Aue „einen wundervollen Acker“, der auch weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden solle. Und zwar nach Wunsch der Grünen durch kleinbäuerliche, biologisch produzierende Betriebe. Kapek: „Es fehlt in Berlin an Flächen für die urbane Landwirtschaft.“

Auf Zustimmung stieß die Idee in Teilen der Linken. Die SPD und ihr Regierender Bürgermeister Michael Müller sind hingegen weiter für eine Bebauung. Müller erklärte unlängst, die Diskussion um Flächen wie die Elisabeth-Aue und auch das Tempelhofer Feld „beginnt wieder, weil der Druck wächst“. Spätestens zum Ende der laufenden Wahlperiode 2021 werde man angesichts der Wohnungsnot wieder über eine Bebauung reden müssen.

Unter dem Vorgängersenat entstanden die Pläne für rund 5000 Wohnungen auf der Elisabeth-Aue, nach Protesten sollen sie laut Koalitionsvertrag in dieser Legislaturperiode aber nicht weiter verfolgt werden. Für die Berliner Grünen komme eine Bebauung dieser Fläche aber auch danach nicht infrage, so Kapek. Unterstützung bekommt sie von der Pankower CDU. Sie will die Elisabeth-Aue am liebsten gleich ganz unter Naturschutz stellen. Einen entsprechenden Vorstoß brachte sie vor kurzem in die Pankower Bezirksverordnetenversammlung ein.

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