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Dietzgenstraße ist Berlins gefährlichste Radstrecke

Veröffentlicht am 06.12.2018 von Christian Hönicke

Zweifelhafte Ehre für die Dietzgenstraße: Beim Tagesspiegel-Projekt „Radmesser“ wurde sie als für Radfahrer gefährlichste Straße Berlins identifiziert. Sie ist als Teil der B96a zwar eine Hauptverkehrsstraße, aber dennoch sehr eng. Sie hat nur eine Autospur in jede Richtung, dazu kommen die Tramgleise. Für Radfahrer wird es trotz eigenem Streifen bedrohlich häufig eng.

Einen subjektiven Eindruck gibt die Pankowerin Barbara Mohr: „Ich fahre viel Fahrrad, alleine und auch mit meinen Kindern, und gerate dabei immer wieder in haarsträubende Situationen (…). Auf meiner täglichen Route ist das der Übergang zwischen Dietzgenstraße, Hermann-Hesse-Straße und Grabellallee, wo es zwei Mal in die Kurve geht. Rechts die parkenden Autos, in der Mitte Schienen im Boden, und dann drängen die Autofahrer mich zur Seite.“

Das wurde nun durch objektive Daten bestätigt: Insgesamt wurden bei sieben Testfahrten auf der Dietzgenstraße 171 Überholvorgänge registriert. Die „Radmesser“-TestfahrerInnen wurden dabei durchschnittlich 6,4 mal pro gefahrenem Kilometer mit weniger als 1,5 Meter Abstand überholt – einmal mal pro Kilometer sogar mit weniger als einem Meter Abstand. Auf keiner anderen getesteten Straße wurde es für Radfahrer so häufig gefährlich.

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