Namen & Neues

Deutsche Wohnen: Mieter wollen neue Vereinbarung und Rückkauf

Veröffentlicht am 17.01.2019 von Christian Hönicke

Pünktlich zur Debatte um die „Deutsche-Wohnen-&-Co.-enteignen“-Initiative machten in der BVV am Mittwoch betroffene Mieter aus Prenzlauer Berg mächtig Wirbel. Die MieterInnen der Deutsche-Wohnen-Anlage Tops-/Eberswalder Straße übergaben eine Unterschriftensammlung an Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn (B‘90/Grüne), mit der Forderung, dass der Bezirk eine neue Vereinbarung mit der Firma abschließen soll, in der unter anderem Mieterhöhungen nach der Sanierung ausgeschlossen werden soll.

Die Aussichten: eher schlecht, Kuhn verwies auf die bereits abgeschlossenen Vereinbarungen. Immerhin konnte man in der BVV sehen, wie bunt Prenzlauer Berg (immer noch) ist. Familien, PunkerInnen, HandwerkerInnen, SeniorInnen – alle waren da. Für diese Mischung lohnt es sich zu kämpfen.

Aus der Anlage Grellstraße (ebenfalls Deutsche Wohnen) kam zwar nur Roger Bach, aber der fuhr um so schwereres Geschütz auf. Er verteilte auf der BVV einen Antrag auf Rückkauf der Wohnanlage: „Hiermit beantragen wir, der Bezirksstadtrat Kuhn, die BVV Pankow und das Bezirksamt Pankow mögen prüfen und Möglichkeiten erschließen, die Wohnanlage (…) von der Deutsche Wohnen zurückzukaufen.“ Man solle ein entsprechendes Angebot unterbreiten, auch wenn die Finanzierung „nicht einfach sein wird“: „Pankow würde ein Zeichen setzen.“ Erfolgsaussichten: siehe oben.

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